Erinnerungen

von Thomas Günter Nachtrag von Gestern: Die Bilder sehen auf dem Bildschirm des Zimmerflakfernsehers, immerhin hat das gute Teil 55 Zoll, grandios aus. Sonnenundergan Sundown auf Mallorca Nach dem durchschlagenden Erfolg der Scanaktion habe ich begonnen, die Bilder systematisch zu digitalisieren. Begonnen habe ich mit den ersten Gehversuchen vor annähernd vierzig Jahren. Ein Teil der Negative wies schon einen leichten Gelbstich, vor allem die endständigen Bilder an den Schnittkanten, auf. Also höchste Zeit sie, für mich als Datenmessi, zu speichern. Während ich mich so durch das Film-, Bilder- und Negativkonvolut arbeite, auch auf der Suche nach bestimmten Bildern, mache ich in meinem ohnehin verschrobenen Geist (ich bin nicht verhaltensauffällig, ich bin originell)

Noch mehr Quatsch

( Nach endlosen Sitzungen der Redaktion, geht das Spektakel endlich weiter. Alle flüchtigen Redakteure sind wieder eingefangen, haben die bequemen weißen Jacken, die mit den extra langen Ärmeln, übergestülpt und sind mit Barbituraten vollgestopft.) ...Mit einer unglaublichen Penetranz hausierten sie bei verschiedenen interplanetaren Regierungen, veranstalteten Happenings mit selbstgebackenen Haschkeksen und initiierten Volksbefragungen und Bürgerbewegungen um diesen Planeten, Erina, zu errichten. Sie besaßen selbstverständlich absolutes Verständnis für die überbordende Energie, der Jungen Wilden, wie sie sie nannten. Aber nach dem bedauernswerten Zwischenfall, der doch mehr Nebenwirkungen zeigte, als im ersten Moment gemeinhin angenommen wurde und der später fälschlicherweise als der Urknall, der Anfang von einfach, wirklich, wirklich Allem bezeichnet worden war, meinten sie auch, dass dem Ganzen jetzt Mal ein Ende gesetzt werden sollte. Sie entschieden, dass das Feuer der Leidenschaft

Datenschutz Grundverordnung

Morjens Allerseits. Ich Stelle heute nur die Frage in den Raum, wie ihr mit dem o.g. Monster umgehen werdet. Ich habe die Befürchtung, dass die Vorgaben für Seiten, wie wir sie betreiben, nicht so ohne weiteres umzusetzten sind. Gestern Abend habe ich ernsthaft überlegt,  Alles zu löschen. Gleichzeitig ist jedoch mein Ergeiz geweckt, das Problem…

Tag sieben, den ich auf der Autobahn verbringe:

Am frühen Morgen, die Sonne ist noch nicht aufgegangen, sitzten der Vierbeiner und sein Dosenöffner, also ich, im Auto und brausen über die Autobahn. Eigentlich schleichen wir von Stau zu Stau. Irgendwer hat vergessen, allen anderen Autofahrern mitzuteilen, dass ich heute gerne freie Fahrt hätte. Es ist nicht so, dass ich auf der Flucht wäre, ich fahre nur gegen die Zeit, beziehungsweise, gegen die kleine Fähre, die uns an der Nordsee vom Festland auf die Insel bringen wird. Mit einem Mal durchzuckt mich der Gedanke, dass meine Frau mich analog einem Strafgefangenen in den dreißiger Jahren in San Franzisko nach Alcatraz, gezielt auf eine Insel geschickt hat, damit die Möglichkeiten zur Flucht minimiert sind. Ich wische den Geistesblitz aus meinen Gedanken, aber so richtig will er nicht verschwinden.

Interview

Entdecken Sie Rom, reisen Sie mit Caterina di Montebasso durch fremde Welten, lesen Sie neue Bücher und schauen Sie sich unsere Impressionen von der Leipziger Buchmesse an. Stellen Sie mit uns Thomas Günter 6 Fragen oder werden Sie gepodcastet. Und für den kleinen Hunger zwischendurch kochen Sie mit uns. über Serviert! das Magazin – Heft 1…

Grüne Hölle Erina

(Endlose Redaktionssitzungen später. Die Kaffeevorräte der Welt sind aufgebraucht. Es droht eine Kaffelution! Ascher quellen über, Morde wurden angedroht und begangen, aber die Geschichte geht weiter.) ... und Clubhäuser. Hingeworfen von einem komplett irren Landschaftsgärtner, der aus Zeitmangel, seiner wahren Berufung, der Austilgung von Brandflecken unter Kneipentischen, nicht nachkommen kann. Wie in einer Kleingartenkolonie achten die Bewohner auf die strikte Einhaltung der Grundstücksgrenzen. Vergehen werden mit Vereinsausschluss unnachgiebig geahndet. So kam es auch, dass eine Vielzahl der Grasen, ausgestoßen aus der Gemeinschaft, heimatlos durch das Universum irrt, auf der Suche nach einer neuen Rasenfläche. In der Hoffnung, einen stillen Platz zu finden, in der Baumäste unbehelligt über

Tag fünf und sechs, an denen ich packte und fast Alles vergaß:

Der Wunsch und Wille meiner Frau sind mir Befehl. Außerdem ist es besser, aus dem Schuss zu sein, bevor noch weitere Malheure geschehen. Ich erstelle eine Liste der Dinge, die ich und der Hund im Urlaub benötigen werden. Ich verwerfe die Liste wieder, da ich noch gar nicht weiß, wohin uns die Reifen rollen lassen. Die Liste wird neu erstellt mit den Grundsätzlichkeiten. Danach schreibe ich sie um, verändere, füge hinzu und streiche weg. In meinem früheren Leben, also vor gut einer Woche, hab ich einfach meinen Krempel zusammengepackt, in´s Auto geschmissen, den Hund und die Frau dazu, und wir sind losgefahren. Nun schreibe ich Listen. Packe ein, packe aus und packe um.

Alles Quatsch

... in jedem noch so feindlichen Medium, mit unsagbarer Härte und Effizienz zu agieren. Fähig, den schneckenartigen Hornkäfermaulwürfen endlich Paroli zu bieten. Die Menschen wären so gestählt, dass ihnen der überriechende Schleim fast nichts ausmachen würde. Sie würden nicht versuchen, sich durch wahnsinnige Übelkeit die Zungen herauszureißen und sich gegenseitig mit überbordender Bulimie in Erbrochenem zu ertränken. Die Menschen würden standhaft bleiben, auch wenn sie von grünem Glibber überzogen wären. Sie schritten tapfer voran, wo andere furchtsam wichen und drängten den Erbfeind der grasischen Felder endlich zurück. Was wäre mit einer solchen Streitmacht nicht noch alles zu erreichen?

Tag vier, an dem ich beinah das gesamte Internet löschte:

Der Alltag startet mit Kaffeekochen, denn ich möchte meiner Frau eine Freude bereiten. Der Hund schaut mich verständnislos aus verschlafenen Augen an, grunzt, dreht sich ein paar Mal im Kreis, um sich dann an der gleichen Stellen mit einem Seufzer niederzulassen und weiterzuschlafen. Seine ganze Körperhaltung drückt aus, komm ja nicht auf die Idee, jetzt schon rauszugehen.

Buchmesse Leipzig

von Caterina di Montebasso Gestern, am Sonntag dem 18.03.2018, war ich das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse. Unser verehrtester Dealer hat uns gedungen, ihn zu begleiten. Ich weiß gar nicht mehr womit. Offenbar gingen Folter und Gehirnwäsche so tief, dass wir ihm kommentarlos nachgefolgt sind. Ich könnte mich jetzt seitenweise über die Unbill der Deutschen Bahn auslassen. Ausgesetzte Züge, Verspätungen, unverständliche Durchsagen, die sich anhören, als kämen sie aus einer anderen Dimension. Das Chaos hielt fröhlich Einzug wegen Wintereinbruch mitten im Winter. Gab es einen Brennpunkt? Keine Ahnung, aber wenn nicht, war es auch keine Kriese. Wir beide, Thomas und ich, haben unseren Lebensmittelpunkt in Berlin. Da war es recht schattig und windig. Eigentlich ein Wetter für lange Unterhosen und die Mütze mit dicker Jacke und Handschuhen. Dieser Dresscode ist auf einer Messe, man kraucht den ganzen Tag durch geheizte Hallen, eher die zweite, wenn nicht sogar die dritte Wahl. Man kleidet sich also praktisch und eher frühlingshaft. Hin- und Rückfahrt sollen im Zug stattfinden, da sollte es auch leidlich klimatisiert sein.