… Tag 800 oder 900 oder 1000 oder noch mehr Sternzeit2021,209CaptainsLog ichhabdaeinganzmiesesGefühl meines Privattierdaseins …

Aus welchem kühlen Grunde sind eigentlich moussierende Softdrinks und blubberndes Mineralwasser noch nicht verboten? Ich mein ja nur, wobei, mit solchen Aussagen sollte Mann in dieser Zeit bedächtig im Hintergrund bleiben, schließlich existierenden da draußen Legionen geistiger Überschalltiefstflieger, die nur darauf warten, weitere Unsinnigkeiten zu verordnen.

Tag 800 oder 900 oder 1000 oder noch mehr Sternzeit 2021,176 CaptainsLog Andnow,Ididitmyway meines Privattierdaseins

So begann eine schmerzhafte Phase des Wägens und Grübelns. Mein geliebtes Weib, die beste Ehefrau von allen (bestimmt haben Sie diesen Umstand in den vergangenen Wochen einfach aus ihrem Gedächtnis gestrichen, deswegen hier noch einmal die Erinnerung daran), wusste ein ums andere Mal zu fragen, was meinen Verstand so tief zu umwölken schien. Mein »Ach, gar nichts«, fand in ihren Augen keinen Beifall.

… Tag 800oder900Sternzeit2020,246CaptainsLogrotesHemdundTextzeileimVorspanngehtinallerRegelnichtgutaus meines Privattierdaseins …

Aber mit einem vernünftig positionierten Atomsprengkopf lassen sich die Finanzkrise, das Auseinanderdriften der gesellschaftlichen Kompartimente, die gegenseitigen Abhängigkeiten der Globalisierung, die Vermüllung unserer Heimat, der Erde, man muss ja vorsichtig sein, sonst wird es umgedeutet, anders interpretiert, aus dem Zusammenhang gerissen, neu geflickt und unterstellt, nun mal nicht lösen, es sei den final und das kann niemand wirklich wollen.

Kreisende Gedanken

Natürlich könnte ich auch mit einem Diktiergerät in der Hand durch die schöne weite Welt wandeln, doch das wäre mir, ganz ehrlich, ziemlich peinlich. Da käme ich mir wie jemand vor, der am laufenden Meter mit den Stimmen im eigenen Kopf Zwiegespräche ausficht, und die anderen sollen doch eigentlich nichts davon merken.
Das mache ich mit dem Rest der verwirrten Bande, der in meinem Schädel haust, ganz alleine aus.

Gedanken zur Teestunde

Beim bescheidenen Spaziergang mit den Kötern am heutigen Morgen drängte sich mir wieder einmal der unbedingte Gedanke auf, warum ich mich in irgendeiner Form für die Tagespolitik interessieren sollte.
Welchen Gewinn, welchen Mehrwert, und in dem wird ja nun seit vielen Generationen das Maß für alles gesehen, bringt es mir, das immer gleiche Salbadern, das kleingeistige Meckern narzisstischer Profilneurotiker über mich ergehen zu lassen?

Gar keinen. So einfach ist das.

… Tag800oder900Sternzeit2020,232CaptainsLognachallderZeithabauchichmalFlascheleer meines Privattierdaseins …

Gut, ich geb es unumwunden zu, frei nach Pippilotta Viktualia, mach ich mir die Welt so wie sie mir gefällt, bin meist Herr über meine Zeit, meine ureigensten Interessen, kann tun und lassen, was ich will, besonders wenn mein geliebtes Weib, die beste Ehefrau von allen (und das sag ich nicht nur, weil ich den kalten scharfen Stahl eines Katana an der Kehle fühle) die ehernen, scheppernden Ketten mit den monströsen Kugeln von den Gelenken schließt, damit ich die Hausarbeit schneller zu erledigen in der Lage bin, sondern weil auch mein Geist, mein schneidender Verstand, dieses mehr als die Summe seiner Teile, hie und da ein wenig neue Inspiration benötigt, neuen Input, genauso wie das Elektrofahrzeug, das nach 100 Stunden Aufladung und 10 Minuten Gebrauch schon wieder mit rotzeleeren Akkus protzen kann.
Die Tage als Privattier, meine Tage also, verbringe ich mit dem Nachsinnen über die Welt, vor allem dem Irrwitz, der aller Hässlichkeit zusätzlich noch innezuwohnen scheint, als wenn die blanke Anwesenheit dieser offensichtlich im Vollsuff entstandenen Idee der Evolution, ein weitestgehend haarloses Ungeheuer zu schaffen, dass sich wie eine Bande veganer Kinder auf Zuckerschock um den Geburtstagsclown prügelt, nicht schon genug wäre.

… Tag800oder900Stardate2020,231CaptainsLogbeiderUmstellungderZahlenergäbesichderTiteleinerwundervollenKomödie meines Privattierdaseins …

Vielleicht setze ich bei all meinen angewandten Analogien und Metaphern aber auch zu viel voraus, allein der Holzhammer, der sprachliche, liegt mir nicht in der durch Chelatbildner und dem darin gefangenen Ferrummolekül rot eingefärbten, damit aber noch lange kein Sangria seienden, Flüssigkeit, die Nährstoffe und O² zu den Organen, dieser wundersamen biologischen Maschinerie, transportiert.
Ich sage dazu nur: Alphabet, mit allen seinen Töchtern und Servern, seiner Sammelwut über die allgemeine und spezielle Persönlichkeit und dem daraus resultierenden immensen Energieverbrauch.

… Tag800oder900Sternzeit2020,230CaptainsLogSagemirMusedieTatendesvielgewandertenMannes meines Privattierdaseins …

Doch der freie Wille weiß sich noch in einer anderen Art und Weise zu manifestieren, im Gewissen, der Ahnung darüber, wie sinnlos und irrwitzig das eigene Verhalten, ebenso wie das des gesamten Restes dieser Bagage tatsächlich ist. Darüber sind wir in der Lage frei zu entscheiden und genauso es zu verdrängen, gar zu vergessen und ungeniert in unserem bunten Treiben fortzufahren, dem kläglichen Versuch uns als Art vom Antlitz dieser Welt, erinnerungslos, zu tilgen.