Tag 800jetztistesauchschonegal des Privattierdaseins …

Was aber sollen die Menschen, die draußen in Stadt und Land, auf Feld und Weide, in Wohnung und Home Office gefangen sind, sich nicht von A nach B bewegen dürfen, oder nur, wenn ein triftiger Grund, wie das Hamstern von Toilettenpapier vorliegt, denn sonst ihre großzügig bemessene Zeit verbringen? Es existiert nun mal nur eine begrenzte Anzahl an Filmen und Serien. Und wenn man es richtig anstellt, Multitasking ist in diesem Fall das Motto der Stunde, dann ist man in der Lage, auf Tablett, Handy und dem Computer mindestens drei, in Zahlen 3, wenn nicht mehr Filme oder Folgen einer Serie gleichzeitig in sich aufzusaugen.

Tag 800ichweißauchnichtmehr eines Privattieres …

Dabei hat die Menschheit offenbar vergessen, dass das Denken an und für sich die wichtigste und hauptsächliche Tätigkeit ist, zu der wir uns befähigt sehen. Schließlich erschafft das Denken erst die Realität in der wir uns alle gemeinsam und ein Jeder für sich bewegen und existieren. Erst das Denken hat die großen Ideen hervorgebracht, die wir im Jetzt mit dem Begriff »Zivilisation« sehr verkürzt zusammenfassen. Erst dass Denken ermöglicht es uns, als Menschheit, hinter die Geheimnisse des Universums, nicht nur da draußen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, sondern auch hier im Kleinen, wie der Biene, die die Pollen einer Blüte gierig aufnimmt, zu blicken und die tiefe Schönheit, die darin verborgen liegt, zu erkennen.

Nun stellen wir uns mal ganz dumm …

Bei all den Überlegungen, vergessen die Entwickler, Designer und Konstrukteure wenigstens den Umstand, dass, sollte es zur sogenannten Singularität kommen, wir uns sowieso keine Gedanken mehr machen müssen. Denn unser Verhalten würde jedwede logische ebenso wie alle unlogischen Berechnungen einer Intelligenz ohne Bewusstsein unweigerlich zur sofortigen und kompletten Elimination der hässlichen zweibeinigen Fleischsäcke führen.

Ich muss doch mal eine Frage in den Raum stellen …

Mich interessiert einzig die Tatsache, ist der moderne Vampir in der Lage, sich gegen die Infektion mit dem Zombievirus zu erwehren und ihn unbeschadet zu überstehen. In diesem Zusammenhang drängt sich dem nerdigen Überleger eine weitere Frage unaufhaltsam in die Gehirnwindungen des glücklicherweise noch nicht verspeisten Denkapparates. Was geschieht, wenn ein Zombie einen Borg beißt?

Liebe in den Zeiten der Chole … Digitalera!

Epikur formulierte es einstmals so »Bei den meisten Menschen ist die Ruhe betäubt und die Bewegung artet in Raserei aus.« Gefunden wurde diese, wie viele andere Weisheiten, erst im vorletzten Jahrhundert in den vatikanischen Archiven. Was für ein Glück, dass dieser Verein auch die Traktate seiner erklärten Gegner gesammelt hat und noch immer sammelt, sonst wären uns viele Gedanken der Altvorderen schon lange verloren gegangen und die heutigen Philosophen dürften alles für sich in Anspruch nehmen.

Wer und wo sind wir und wenn ja, wie viele?

Wir sehen also nicht das elektromagnetische Spektrum selber, sondern unser Gehirn filtert die zurückgeworfenen Wellenlängen heraus. Erst dadurch entsteht die Projektion des Bildes in unserem Bewusstsein. Immer für einen maximalen Zeitraum von 3 Sekunden, danach beginnt der Filterprozess von vorne. Eine erstaunliche Vorstellung, dass Realität ausschließlich eine Imagination darstellt, die in den vielen Verknüpfungen unseres Gehirns entstanden ist.

Und sie dreht sich doch …, oder dürfen wir uns zukünftig alle nur noch in eine Richtung bewegen?

Wer die lautesten Mahner und Schreier mobilisieren zu vermag, dem wird das meiste Gehör geschenkt und Entscheidungen gehen am Souverän vorbei nur zu dessen Gunsten. Stellt das ein Versagen der Demokratie dar? Noch nicht. Doch der Souverän, das Volk, das ein feines Gespür hat für die Strömungen, muss aufpassen, dass der freie Diskurs nicht unterdrückt wird,