Nachtrag

Entschuldigung, ich bins noch mal. Danach ist dann aber für heute wirklich Schluss, ehrlich, versprochen, total und so, großes Indiander Ehrenwort. Dann sind da auf Instagram noch die Celebreties. Die B, C und K - Z Promies (das hört sich irgendwie schräg an, im nachhienein (aber ich lass es dennoch so stehen)), die Kardashians und Hiltons dieser Welt. Die, die eine fantastziliarden Follower haben. Die, die jeden Dreck (darf man das heute überhaupt noch sagen? Oder kommen dann die Schergen des DgvZOblablabla und schneiden einem das Internet ab?) posten und denen sektenhaft gefolgt wird.

Schöne Neue Welt!

Ich find´s ja putzig. Das einzige andere soziale Netzwerk, das ich ernsthaft (eigentlich mehr zum Vergnügen) betreibe, nennt sich Instagram. Schon mal gehört? Sicherlich. Es ist die Plattform, die nicht nur ständig anfragt, ob man seine Kontakte nicht mit Facebook und dem Handy abgleichen will, sondern in erster Line der Account, auf dem die Menschheit den Augenblick einfrieren lässt und ihn mit der schnöden Welt teilt.

Ave Cäsar, die Todgeglaubten melden sich!

Ave Cäsar, die Todgeglaubten melden sich! von Caterina die Montebasso und Thomas Günter Wir haben uns ja jetzt eine ganze Weile nicht gemeldet. Das Ganze begann mit der merkwürdigen DgSVOKWLUBBM usw. usw. Diesem Monster der digitalen Schutzzone. Dieser Krake, die uns Alle vor dem bösen, bösen Internet bewahren soll. Tagelang haben wir an den Texten gefeilt, gewartet, dass die diversen Anbieter ihre Seiten, ihre Internetauftritte tunen, so wie einen Manta in den guten 80gern, uns selber vom Netz ferngehalten, um ja nicht in die Fänge der dunklen Mächte zu geraten. Was hat uns das jetzt gebracht? Ich denke gar nichts! Die, die es eigentlich einbremsen sollte, die Datensammlungsmaschinen von den Herren Bezos, Zuckerberg, den namenlosen Geldschefflern von Google, Herrn Gates, Steve Jobs (ach ne, der hat sich ja in eleganter Art und Weise aus dem ganzen Krempel vorzeitig verabschiedet)und wie sie alle heißen, die interessiert es gar nicht. Die Kleinen, die Blogger, Vereine, Kita´s. etc, das sind die, die leiden.

Analoge Welt

von Thomas Günter Ich bin ein analoger Mensch. Das gibt mir der Computer immer wieder sehr deutlich zu verstehen. Meine geliebte Ehefrau, die beste Ehefrau von Allen, (hab ich das schon mal erwähnt? Ich bin mir nicht sicher) hat sich, uns, eine tolle digitale Spiegelreflexkamera gekauft. So mit allem Drum und Dran. spielende Hunde durch taumelnde Tannen Tango tanzende tollende Tölen Es macht einen riesigen Spaß, damit durch die Lande zu ziehen, die Natur, die Umgebung, Tango tanzende, tollende Tölen, zu beobachten und die Vierbeiner in ihrem Spielrausch abzulichten. Canon EOS 750 D Tolle, neue Knipse Früher einmal, in einem Leben vor dem unsäglichen Studium und dem Beruf, habe ich, so erinnerte ich mich, sehr viel und gerne fotografiert. Die Familie nannte stolz eine Olympus OM 2 ihre Linse, durch die die Welt betrachtet wurde.

Tag vier, an dem ich beinah das gesamte Internet löschte:

Der Alltag startet mit Kaffeekochen, denn ich möchte meiner Frau eine Freude bereiten. Der Hund schaut mich verständnislos aus verschlafenen Augen an, grunzt, dreht sich ein paar Mal im Kreis, um sich dann an der gleichen Stellen mit einem Seufzer niederzulassen und weiterzuschlafen. Seine ganze Körperhaltung drückt aus, komm ja nicht auf die Idee, jetzt schon rauszugehen.

Tag zwei, an dem ich versuche, meine Zeit sinnvoll zu nutzen:

Ha! Berufsverkehr am Morgen. Ich bin auf dem Weg zum Autoschrauber und komme in Zeitnot. Oh Wonne, welch herrliches Gefühl, da bist du endlich wieder, Termindruck, mein jahrelanger Begleiter. Stolz schaffe ich es sogar, ohne Verspätung in der Werkstatt vorzufahren. Schon nach einer viertel Stunde sind die Sommerreifen abmontiert und die Winterräder auf den Naben. Der Meister hat irgendwie keine Zeit für ein ausuferndes Gespräch und komplimentiert mich höflich aber bestimmt aus seinem kleinen Büro. Auf dem Rückweg, in befinde mich glücklicherweise noch immer im Stau, kann ich sieben wichtige Telefonate führen.

Tag eins, meines selbst gewählten Rentnerdaseins:

von Thomas Günter: Es ist jetzt dreizehn Uhr zweiundzwanzig. Zum fünften Mal lasse ich auf meinem Computer einen Virusscan durchlaufen. Der Letzte fand vor einer halben Stunde statt und es hat sich, erstaunlicherweise, nichts geändert. Nach annähernd Dreißig Jahren in der Gesundheitsdienstleistung treiben die innere Uhr und vor allem die Unruhe mich vorwärts. Offenbar vergisst oder verlernt man, nach einer so langen Periode, in der man andauernd gegen die Zeit arbeitete, diese zu genießen. Zwar ist noch eine Menge Verwaltung zu erledigen, bis alles endgültig abgewickelt ist, dies passiert jedoch in kleinen Häppchen.

Realitäten

von Thomas Günter ... Und während ich meine Hausarbeit erledigte, meine geliebte Ehefrau mahnte mich dazu an, schließlich sei ich ja jetzt den ganzen Tag zu Hause, da könnte ich nach der anfänglichen Euphorie auch mal was beisteuern, kam mir folgender kleiner Gedanke. Eigentlich weiß ich das schon lange, aber erst in diesem Augenblick entspann sich der Text dazu vor meinem geistigen Auge. Science Fiction Autoren werden, ob ihrer Visionen, oftmals verlacht. Hirngespinste werden ihnen nachgesagt, sie suchten ihr Heil in der Zukunft, die bestimmt nicht so rosig wäre, wie sie es beschrieben. Diese Schriftsteller haben jedoch eine treue Leserschaft, die jedes ihrer zu Papier gebrachten Worte aufsaugt und verinnerlicht, wie ein Kommunist das marxistische Manifest.

Blu-ray kaputt?

Blu-ray kaputt? von Caterina di Montebasso und Thomas Günter Unser Buchdealer findet Alles toll, was wir beide so schreiben und zu Papier bringen. Das muss er auch, sonst kauften wir keine Pamphlete mehr in seinem schnuckeligen Laden. Der Link zu seinem, in Berlin, wenn nicht auf der ganzen weiten Welt, der Föderation, dem klingonischen Imperium, Dem Imperium, dem Zylonenreich und der galaktischen Republik, einzigartigen, wunderbaren Geschäft, finden sie unter dem Begriff Dealer. Aber wenn ein kleiner Hund und ein dicker Bauch den Laden betreten, dann werden die Ausdehnungen von Zeit und Raum gesprengt. Leider! Die Bücherstapel beginnen bedrohlich zu schwanken, der Leim, der das gesamte Universum verklebt, droht aufzureißen und ein weiterer Kunde könnte das Geschäft nurmehr betreten, wenn er sich auf zwei Dimensionen zusammenfaltete.