Ich behaupte das jetzt einfach mal so!

Bis zum Stehkragen angefüllt, mit all dem Wahnsinn, dem unsere Generation durch die Einführung des Fernsehens, besonders durch die Werbung, ausgesetzt worden ist. Und ich spreche dabei noch nicht einmal von den Privaten. Die kamen erst zu einer Zeit auf, als man, ich, wir, aus der Prägungsphase schon lange raus waren und uns um Ausbildung und Beruf kümmern mussten.

Klägliche Fortschritte für das Seelenheil des gegängelten Autorenlebens

Hund und Mensch nutzen die Möglichkeit, die aufgestaute Energie, vor allem die des Vierbeiners, er ist noch jung und überbordend, wenigstens in Teilen wieder abzubauen. Wir wandeln über den Meeresboden, entlang der ewigen Grenze der Gezeiten. Die Fellnase springt, in Freiheit entlassen, freudig zwischen all dem angespülten Strandgut. Bald schnüffelt er an einem abgerissenen Bündel Algen, um sofort danach den Kadaver eines armen toten Seevogels, der den Wintersturm nicht überstand, zu untersuchen. Letzteres scheitert an dem kläglichen Versuch des Dosenöffners, eine etwaige Wälzaktion zu unterbinden. Die, in allen Grauschattierungen gefärbten Wolken treiben träge über den winterlichen Himmel.

Hämischer Cursor

Schreiben! Schreiben! Schreiben! Aber wie? Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie gehässig der blinkende Cursor schauen kann? Mit jedem Aufflackern geckert er uns ein: Na was ist? Haust Du jetzt in die Tasten? entgegen. Dabei wollen wir ihm doch gar nichts Böses. Im Gegenteil, wenn er, getrieben durch unsere Fingerchen, über den Bildschirm flitzt, dann entstehen daraus Geschichten. Abenteuer, die Irgendjemanden auf dieser Welt mitnehmen und aus dem grauen Alltag in eine bunte Welt der Phantasie, in einen Urlaub vom Alltag, eine Flucht aus den grausamen Zwängen der Gewohnheit, entführen. Und das ganz ohne die lächerlichen Nebensächlichkeiten, wie echten Kugeln ausgesetzt zu sein oder einem atmosphärischen Druckverlust zu entkommen, in dem man im letzten Augenblick in den Raumanzug schlüpft.

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Ostfriesische Teestunde

Eintlisch, wie der Berliner sagt, sollte an dieser Stelle ein Bericht, eine Beschreibung und Erklärung der Ostfriesischen Teezeremonie auftauchen. Mit schicken Bildern der einzelnen Teeservice, mit YouTube-Einbindung, so halt mit Allem Schnickschnack, den die hypermediale Welt heutigentags so hergibt. Die Kamera war auf dem Stativ montiert, die Akkus geladen, der Tee gekocht und sogar, trotz der Temperaturen, Sahne beim örtlichen Versorger käuflich erworben.

Tage dreizehn und vierzehn:

Der Wintersturm fegt über die Nordsee. Nun aber in einer Kraft, dass sogar mein übergewichtiger Körper kaum mehr dagegen ankommt. Der kleine Hund, als gebürtiger Italiener, ist fellmäßig nicht ausgestattet, einer solchen Naturgewalt standzuhalten. Er friert. Seine Ohren würden ausreichen, eine ganze Trawlerladung frisch gefangene Fische mit einer einzigen Berührung schockgefrieren zu lassen. Dazu kommen unangenehme Hagelschauer mit Körnern, die beinah ein Cent Stück groß sind und in der Tat unangenehm werden, wenn sie auf Kopf, Ohren und Nase treffen.

Fotoalben

Ausschließlich durch die Tatsache bedingt, dass Thomas andauernd, wenn er nicht schreibt, die Welt durch den Sucher betrachtet. Er hält seine, in der Zeit eingefrorenen Momente, für so erhaltenswert, dass seine liebe Ehefrau (im Internet vertreten durch serviertdasmagazin.com) uns eine entsprechende Albumseite eingerichtet hat.

Nachtrag

Entschuldigung, ich bins noch mal. Danach ist dann aber für heute wirklich Schluss, ehrlich, versprochen, total und so, großes Indiander Ehrenwort. Dann sind da auf Instagram noch die Celebreties. Die B, C und K - Z Promies (das hört sich irgendwie schräg an, im nachhienein (aber ich lass es dennoch so stehen)), die Kardashians und Hiltons dieser Welt. Die, die eine fantastziliarden Follower haben. Die, die jeden Dreck (darf man das heute überhaupt noch sagen? Oder kommen dann die Schergen des DgvZOblablabla und schneiden einem das Internet ab?) posten und denen sektenhaft gefolgt wird.

Schöne Neue Welt!

Ich find´s ja putzig. Das einzige andere soziale Netzwerk, das ich ernsthaft (eigentlich mehr zum Vergnügen) betreibe, nennt sich Instagram. Schon mal gehört? Sicherlich. Es ist die Plattform, die nicht nur ständig anfragt, ob man seine Kontakte nicht mit Facebook und dem Handy abgleichen will, sondern in erster Line der Account, auf dem die Menschheit den Augenblick einfrieren lässt und ihn mit der schnöden Welt teilt.