jambischer Pentameter

Sie sind blockiert, gesperrt und warten. Worauf den eigentlich? Das ich weiterschreibe? Das kann ich im Hier und jetzt nicht ausführen. Obgleich, es sind so viele Abenteuer, die sich, gleich einem Freitagsabendsstau, hinter der knöchernen Decke meines Schädels drängeln, um herausgelassen zu werden, und wie eine Horde junger Zicklein in der Welt herumzutollen.

Wenn einer eine Reise tut …

Der Weg führt uns nach Deutsch-Süd-West. Ne, nicht das, was Sie jetzt denken. Bis in den dunklen Kontinent hinein, dorthin, wo Salomon einst seine Diamanten verbarg, wo tief im Dschungel der Ruf des Leoparden den Wanderer erschauern lässt. Das ist viel zu weit entfernt und ließe sich auch mit einer Tankfüllung kaum bewältigen. Und das, obwohl die Kapazität eine doch recht Große ist. Allein das Fahrzeug, schon betagt, doch immer noch bequem und als Sänfte für eine weite Reise durchaus angemessen, würd diesen langen Weg nicht mehr bewältigen. Besonders da das Mare internum, das Mittelmeer, als Hindernis, den Pfad so gnadenlos zu unterbrechen weiß. Und ich geh auf kein Schiff, Unterwasser fährt es sich so schlecht und zu warm ist es dort sowieso!

Pflaumenkuchen und der Fotoausflug

Der Schreiberling traut sich sogar, nach über Dreißig Jahren auf die ganz klassische, die schwarz-weiß Fotografie, zurückzukommen. Der erste Film ist bereits verschossen und die Ergebnisse waren durchaus ansprechend. Auf jeden Fall, ohne in Eigenlob zu ersticken, sehr viel besser als all die Selfies, der 15 Minuten möchtegern Selbstdarsteller.

Tage dreizehn und vierzehn:

Der Wintersturm fegt über die Nordsee. Nun aber in einer Kraft, dass sogar mein übergewichtiger Körper kaum mehr dagegen ankommt. Der kleine Hund, als gebürtiger Italiener, ist fellmäßig nicht ausgestattet, einer solchen Naturgewalt standzuhalten. Er friert. Seine Ohren würden ausreichen, eine ganze Trawlerladung frisch gefangene Fische mit einer einzigen Berührung schockgefrieren zu lassen. Dazu kommen unangenehme Hagelschauer mit Körnern, die beinah ein Cent Stück groß sind und in der Tat unangenehm werden, wenn sie auf Kopf, Ohren und Nase treffen.

Fotoalben

Ausschließlich durch die Tatsache bedingt, dass Thomas andauernd, wenn er nicht schreibt, die Welt durch den Sucher betrachtet. Er hält seine, in der Zeit eingefrorenen Momente, für so erhaltenswert, dass seine liebe Ehefrau (im Internet vertreten durch serviertdasmagazin.com) uns eine entsprechende Albumseite eingerichtet hat.

Der Entrepreneur

Der Entrepreneur. Ein französisches Wort für Unternehmer. Es beschreibt, oder soll einen jungen, freien, dem Risiko zugeneigten Geist und Willen bezeichnen. Im viktorianischen England wurde es vor allem für Betreiber der Glücksspielindustrie und auch der Musikalienverwertung zugeschrieben. Sollten die ollen Inselaffen hellseherisch so begabt gewesen sein?

Die Butterstulle

Thomas hat mich gedungen und bestochen, mit einem leckeren Essen, das seine Frau gekocht hat, auch mal wieder etwas in unserem Blog zu schreiben. Sein Hang zur Misanthropie ist landauf, landab bekannt und berüchtigt. Während aber zumindest er ein Restaurant oder Kaffee erst verlässt, wenn zwei oder drei weitere Gäste den Laden betreten, gehe ich gar nicht erst hinein. Das war schon immer so.

Nachtrag

Entschuldigung, ich bins noch mal. Danach ist dann aber für heute wirklich Schluss, ehrlich, versprochen, total und so, großes Indiander Ehrenwort. Dann sind da auf Instagram noch die Celebreties. Die B, C und K - Z Promies (das hört sich irgendwie schräg an, im nachhienein (aber ich lass es dennoch so stehen)), die Kardashians und Hiltons dieser Welt. Die, die eine fantastziliarden Follower haben. Die, die jeden Dreck (darf man das heute überhaupt noch sagen? Oder kommen dann die Schergen des DgvZOblablabla und schneiden einem das Internet ab?) posten und denen sektenhaft gefolgt wird.

Schöne Neue Welt!

Ich find´s ja putzig. Das einzige andere soziale Netzwerk, das ich ernsthaft (eigentlich mehr zum Vergnügen) betreibe, nennt sich Instagram. Schon mal gehört? Sicherlich. Es ist die Plattform, die nicht nur ständig anfragt, ob man seine Kontakte nicht mit Facebook und dem Handy abgleichen will, sondern in erster Line der Account, auf dem die Menschheit den Augenblick einfrieren lässt und ihn mit der schnöden Welt teilt.

Pilotfilm Teil 2

Rentnerbank

So wuchs die Idee in mir der Wunsch, langsam aber gewaltig, mein Leben zu verändern. Raus aus der ewigen Tretmühle, selbstbestimmt und vor allem, mit einem freien Bewusstsein. Nicht mehr eingezwängt in die Regularien einer Tätigkeit, die mich nicht nur anödete, sondern sogar begann, meine Gesundheit negativ zu beeinflussen. Also beschäftigte ich mich mit dem Thema Escapismus, ja mit einem C. Also nicht in seiner klassisch, psychiatrischen Bedeutung, da wird es mit K geschrieben und bedeutet ebenfalls Flucht, aber in irreale Welten unter Verkennung der Realität. Also ein bisschen in der Art: Der HSV bleibt in der Bundesliga (Hier stirbt die Hoffnung zuletzt, denn in meinen Jahrgängen wünscht man sich Kevin Keegen, Horst Hrubesch und die Bananenflanken eines Manni Kaltz zurück) Soll der Dino wirklich bleiben? Ich weiß es nicht. Ich bin so zerrissen!