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So hab ich es denn geschafft, allein mit einer, dramtisch sich steigernden, Aufzählung, einfach zwei weitere Zeilen zum Text zu addieren, ohne den Inhalt maßgeblich gefördert zu haben. Ich sollte mich an höchst offiziöser Stelle bewerben, denn solche Fähigkeiten sind heutigentags wahrlich gefragt. Hab ich aber keine Lust zu.

… Tag 800 oder 900 oder 1000 oder noch mehr Sternzeit2021,191 CaptainsLog MiteinerKerbeimBootsrandfindichdenSchatzimSilbersee meines Pivattierdaseins …

Derweil mein Blick über die Häupter meiner Lieben schweift, an dem einen oder anderen Schössling unserer Nachtschattengewächszucht, nein es handelt sich hierbei nicht um Tabak- sondern Tomatenpflanzen, hängenbleibt, erfreu ich mich an Sonne, Wind, zartem Grün, den Blüten der mit Insektenwiese aufgefüllten Blumenkästen, die in bunter Blütenpracht in hellem Lichte strahlen.

… Tag 800 oder 900Sternzeit2020,277CaptainsLoggegenübermeinerschriftstellerischenArbeitwarThomasManneinStenograph meines Privattierdaseins …

Es ist ja nun Mal so, liebes Tagebuch, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte und damit auch die Haut des Wildschweins nicht verkaufen kann, bevor es nicht gefangen genommen wurde. Anders ausgedrückt, die Zukunftswetten, mit denen die internationalen Börsen so den Geldpreis bald nach unten, bald nach oben wenden, stellen im Grunde nichts anderes als einen globalen Beitrag zur allgemeinen Roulettementalität der infantil gelangweilten Gesellschaft dar. Doch auch besonders im Privaten stellt diese kleine, so banale Weisheit, leider Gottes eine unumstößliche Wahrheit dar.

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So bauen die Menschen, der Homo stultus, denn wäre er ein sapiens, dann wäre er sich des Umstands bewusst, einer wie der andere, eine scheinbar undurchdringliche Mauer um sich herum auf, schaffen darin ihre eigene identitäre Blase, halten dieses Konstrukt für den Mittelpunkt von wirklich absolut allem und laufen doch nur andauernd gegen diese Wand, reduzieren dadurch ihr Denkvermögen und wundern sich dennoch, nicht weiter zu kommen.

… Tag800Sternzeit2020,202CaptainslogundimmerwiedermorgensgehtdieSonneauf meines Privattierdaseins …

Ihre Ausführungen gingen, ob ihrer Heftigkeit und Ausdrucksstärke, die alles bisher dagewesene an Beleidigungen, die normalerweise dem schlimmsten und ärgsten Erbfeinde entgegengeschleudert werden, weit über das Maß des hier Wiedergebbaren hinaus.
Im Gegensatz dazu stellt der Film: Der Tanz der Teufel, eine wahre Kindergartenveranstaltung während eines ausgiebigen Mittagsschlafs zur Schau.
Und dieses Beispiel veranschaulicht nicht mal im Mindesten den wahren Gedanken- und Ablehnungssturm der mir, als Fahrer, Lenker, Connaisseur dieses Vehikels entgegen säuselt.

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Hilft das nicht, dann folgen Sie doch einfach mit dem Finger Buchstabe für Buchstabe, Satzzeichen für Satzzeichen den sich immer weiter verschlingenden Phrasen und Wortschöpfungen, koppeln dabei die diversen Nebensätze von der eigentlichen Hauptaussage ab und erfahren erst durch diese Handlungsweise die tief innewohnende Strahlkraft meiner belanglosen ebenso verbalen als auch schriftlichen Auswüchse.

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Obgleich mir in diesem Augenblick, nach vielen Dezennien der gedankenverlorenen Nutzung dieser Begrifflichkeit: Auslaufgebiet, erst die Doppeldeutig– wie Bödigkeit klar wird, ja mir die ganze unermessliche Größe dieser Formulierung wie Schuppen aus den Haaren zu fallen droht. Nicht nur, dass jenes großzügig bemessene Areal, das der körperlichen Ertüchtigung von Homo sapiens ebenso wie derselben des canis familiaris dient, nein das Auslaufen stellt gleichermaßen die Entleerung eben jener Depots, in denen die Abbauprodukte, die durch den Einsatz des Zitronensäurezyklus in den Zellen einer jeden Fauna so freigiebig bereitgestellt werden, dar.

Was für eine überbordende Koinzidenz.

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Ich aber, ich versuche krampfhaft und enttäuscht, diesen Gedanken, jene Epiphanie, die Erleuchtung, den Gedankenblitz in irgendeiner Weise zu rekonstruieren. Doch gelingen will es, nach all den verzweifelten Schlachten, die ich zuvor geschlagen hatte, die mir aufgezwungen wurden, vom Brillenband, der Zugangsmöglichkeit zu meinem eigenen Gerät, dem verwesenden Kadaver aus glanzvollem Alabaster, der einmal meinen geschundenen Corpus darstellte, dem Widerwillen, die meine ach so verzweifelten Aktionen bei dem heimlichen Herrscher, dem Hunde, auslöste, leider nicht mehr.

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Doch der Spaß, in einen vordergründig ernsten Sachverhalt, eine kleine absurde Explosion zu implementieren, zu sehen, dass dadurch nicht nur die Semantik, auch die Syntax durcheinanderwirbeln, und dadurch dem Wahnwitz unserer gesamten Existenz ein wenig der Glanz abhandenkommt, ist so viel größer, als sich in kurzen, ja abgehackten Sätzen, gleich einem Cäsarischen »veni, vidi, vici«, auszudrücken.

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Gleich einer Einheit römischer Auxiliarverbände, die Steine schmeißend, grölend, gerne die Visagen bis zur Unkenntlichkeit mit Tönungen verschmiert, den Gegner zu Leib und Leben rückt, wie eine Feuersbrunst, gelegt von tapferen Floriansjüngern, um dem eigentliche Brandherde den nöt’gen Sauerstoff zu rauben, wie eine Finte, eine arge Kriegslist, die dem Verstand vorgaukelt, dass er wohl beschäftigt sei, und doch nichts anderes vollbringt, als den Arbeitsspeicher des menschlichen Betriebssystems vom Müll des Alltäglichen zu bereinigen.