Klägliche Fortschritte für das Seelenheil des gegängelten Autorenlebens

Hund und Mensch nutzen die Möglichkeit, die aufgestaute Energie, vor allem die des Vierbeiners, er ist noch jung und überbordend, wenigstens in Teilen wieder abzubauen. Wir wandeln über den Meeresboden, entlang der ewigen Grenze der Gezeiten. Die Fellnase springt, in Freiheit entlassen, freudig zwischen all dem angespülten Strandgut. Bald schnüffelt er an einem abgerissenen Bündel Algen, um sofort danach den Kadaver eines armen toten Seevogels, der den Wintersturm nicht überstand, zu untersuchen. Letzteres scheitert an dem kläglichen Versuch des Dosenöffners, eine etwaige Wälzaktion zu unterbinden. Die, in allen Grauschattierungen gefärbten Wolken treiben träge über den winterlichen Himmel.

Wenn einer eine Reise tut …

Der Weg führt uns nach Deutsch-Süd-West. Ne, nicht das, was Sie jetzt denken. Bis in den dunklen Kontinent hinein, dorthin, wo Salomon einst seine Diamanten verbarg, wo tief im Dschungel der Ruf des Leoparden den Wanderer erschauern lässt. Das ist viel zu weit entfernt und ließe sich auch mit einer Tankfüllung kaum bewältigen. Und das, obwohl die Kapazität eine doch recht Große ist. Allein das Fahrzeug, schon betagt, doch immer noch bequem und als Sänfte für eine weite Reise durchaus angemessen, würd diesen langen Weg nicht mehr bewältigen. Besonders da das Mare internum, das Mittelmeer, als Hindernis, den Pfad so gnadenlos zu unterbrechen weiß. Und ich geh auf kein Schiff, Unterwasser fährt es sich so schlecht und zu warm ist es dort sowieso!

Tage dreizehn und vierzehn:

Der Wintersturm fegt über die Nordsee. Nun aber in einer Kraft, dass sogar mein übergewichtiger Körper kaum mehr dagegen ankommt. Der kleine Hund, als gebürtiger Italiener, ist fellmäßig nicht ausgestattet, einer solchen Naturgewalt standzuhalten. Er friert. Seine Ohren würden ausreichen, eine ganze Trawlerladung frisch gefangene Fische mit einer einzigen Berührung schockgefrieren zu lassen. Dazu kommen unangenehme Hagelschauer mit Körnern, die beinah ein Cent Stück groß sind und in der Tat unangenehm werden, wenn sie auf Kopf, Ohren und Nase treffen.

Fotoalben

Ausschließlich durch die Tatsache bedingt, dass Thomas andauernd, wenn er nicht schreibt, die Welt durch den Sucher betrachtet. Er hält seine, in der Zeit eingefrorenen Momente, für so erhaltenswert, dass seine liebe Ehefrau (im Internet vertreten durch serviertdasmagazin.com) uns eine entsprechende Albumseite eingerichtet hat.

Tag vier, an dem ich beinah das gesamte Internet löschte:

Der Alltag startet mit Kaffeekochen, denn ich möchte meiner Frau eine Freude bereiten. Der Hund schaut mich verständnislos aus verschlafenen Augen an, grunzt, dreht sich ein paar Mal im Kreis, um sich dann an der gleichen Stellen mit einem Seufzer niederzulassen und weiterzuschlafen. Seine ganze Körperhaltung drückt aus, komm ja nicht auf die Idee, jetzt schon rauszugehen.