Tag 815 meines Privattierdaseins …

Ich selber, der ich ja sowieso nur außen vor sitze, schwanke hin und her zwischen mahnendem Unkengerufe über das Ende der Welt, das auf leisen Klopapierrollen daher rollt, oder einer überbordenenden Euphorie, dass am Ende dieser Krise alles so viel besser sein wird. Auch die Frage, ob man in dieser so angespannten Situation verbale Burlesken über das Virus verbreiten dürfe, kann und muss mit einem unbedingten »Ja« beantwortet werden. Denn nur mit einer gehörigen Portion Galgenhumor lässt sich diese absurde Situation überhaupt überstehen. Schließlich wissen wir seit geraumer Zeit, dass »Der Legionär ist gut, der überspielt mit derbem Scherz den Schmerz.«

Tag 813 meines Privattierdaseins …

Vorsichtshalber habe ich noch einmal die Reiskörner in den Beuteln gezählt. Das Ergebnis ist noch immer dasselbe. Ich weiß noch nicht, ob es sich um eine Verschwörung der reisverarbeitenden Industrie handelt, oder ob die Verkäufer in den Supermärkten eine international verstrickte Mafiaorganisation bilden, aber in dem einen Beutel sind 14378 Körner, in dem andern nur 14356 Körner vorhanden. Das will mir doch sehr unheimlich vorkommen. Ich werde auf den geheimen Seiten von NSA, CIA, ARD, ZDF, den Illuminaten und den Bilderbergern nachforschen, worin der tiefere Sinn, der vor der gesamten Menschheit verborgen werden soll, liege könnte.

Nun stellen wir uns mal ganz dumm …

Bei all den Überlegungen, vergessen die Entwickler, Designer und Konstrukteure wenigstens den Umstand, dass, sollte es zur sogenannten Singularität kommen, wir uns sowieso keine Gedanken mehr machen müssen. Denn unser Verhalten würde jedwede logische ebenso wie alle unlogischen Berechnungen einer Intelligenz ohne Bewusstsein unweigerlich zur sofortigen und kompletten Elimination der hässlichen zweibeinigen Fleischsäcke führen.

Ich muss doch mal eine Frage in den Raum stellen …

Mich interessiert einzig die Tatsache, ist der moderne Vampir in der Lage, sich gegen die Infektion mit dem Zombievirus zu erwehren und ihn unbeschadet zu überstehen. In diesem Zusammenhang drängt sich dem nerdigen Überleger eine weitere Frage unaufhaltsam in die Gehirnwindungen des glücklicherweise noch nicht verspeisten Denkapparates. Was geschieht, wenn ein Zombie einen Borg beißt?

Tag 762, an dem ich noch immer hinter das Geheimnis kommen möchte

Allein, die Tatsache, dass ich des Morgens, wenn mich nach der Hunderunde die labende Stille der heimischen Trutzburg umfängt und ich in tiefe Studien eintauchen könnte, gelingt es mir noch immer nicht, zu genießen, wozu ich einst aufgebrochen bin, es zu genießen. Eher laufe ich wie der Taz Devil, sie wissen schon das putzige, sich ewig um sich selbst drehende und dabei alles fressende Kerlchen aus den Warner-Trickfilmstudios, auf Speed durch die eigenen vier Wände auf der Suche nach einer vermeintlich sinnentleerten Betätigung. Nehmen wir die Hausarbeit dabei mal außen vor. Nicht dass sie sinnlos wäre, da sei der große Sonstwasnoch vor, aber das Gefühl, die Freiheit zu genießen stellt sich noch immer nicht ein.

jambischer Pentameter

Sie sind blockiert, gesperrt und warten. Worauf den eigentlich? Das ich weiterschreibe? Das kann ich im Hier und jetzt nicht ausführen. Obgleich, es sind so viele Abenteuer, die sich, gleich einem Freitagsabendsstau, hinter der knöchernen Decke meines Schädels drängeln, um herausgelassen zu werden, und wie eine Horde junger Zicklein in der Welt herumzutollen.

Zur Zeit ist dieser Abschnitt in der Winterpause

von Thomas Günter aufgrund aktueller Verschönerungen pausiert dieser Teil des Blogs. Neuerungen, Ankündigungen und Veränderungen werden Ihnen mitgeteilt, falls wir es für notwendig erachten. Bitte bleiben Sie für weitere, wichtige Mitteilungen an den Geräten. "This is the last Voice, you will ever hear!" Und dann erfolgt der ABC- Alarm, alle umarmen sich noch einmal, bevor Ragnarök beginnt!

Ich behaupte das jetzt einfach mal so!

Bis zum Stehkragen angefüllt, mit all dem Wahnsinn, dem unsere Generation durch die Einführung des Fernsehens, besonders durch die Werbung, ausgesetzt worden ist. Und ich spreche dabei noch nicht einmal von den Privaten. Die kamen erst zu einer Zeit auf, als man, ich, wir, aus der Prägungsphase schon lange raus waren und uns um Ausbildung und Beruf kümmern mussten.