Warum, warum ist die Banane krumm … Und warum ist der Mensch so dumm?

Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Selten traf dieser Satz mehr zu, als in diesen Tagen, besonders in der Hauptstadt. Auf diese Weise bereitet sogar die Beobachtung von außen, die unser Autorenkollektiv so gerne aus sicherer Entfernung zu anderen Menschen betreibt, kein Gefallen mehr. Es macht nur aggressiv. Hat es aber dennoch geholfen diese Zeilen zu verfassen? Nein, denn die Meldungen über die Dummheit der Menschen reißen nicht ab.

Hier sitze ich und boomle mit de Beene

Ich möchte hier nicht die Tatsache anprangern, dass die Aufzeichnung von Historie immer zugunsten des Siegers stattfindet, es handelt sich hierbei vielmehr um dieselbe Gedankenströmung, die auch die Leugner des Holocausts umtreibt. Eine vollkommen verblendete Sichtweise auf die Vergangenheit. Erstens ist sie bereits geschehen, und damit, vor allem physikalisch, nicht mehr veränderbar, aber der Versuch sie aus dem Gedächtnis zu vertreiben, grenzt an die chinesische Kulturrevolution eines Mao Zedong.

Pflaumenkuchen und der Fotoausflug

Der Schreiberling traut sich sogar, nach über Dreißig Jahren auf die ganz klassische, die schwarz-weiß Fotografie, zurückzukommen. Der erste Film ist bereits verschossen und die Ergebnisse waren durchaus ansprechend. Auf jeden Fall, ohne in Eigenlob zu ersticken, sehr viel besser als all die Selfies, der 15 Minuten möchtegern Selbstdarsteller.

Fotoalben

Ausschließlich durch die Tatsache bedingt, dass Thomas andauernd, wenn er nicht schreibt, die Welt durch den Sucher betrachtet. Er hält seine, in der Zeit eingefrorenen Momente, für so erhaltenswert, dass seine liebe Ehefrau (im Internet vertreten durch serviertdasmagazin.com) uns eine entsprechende Albumseite eingerichtet hat.

Die Butterstulle

Thomas hat mich gedungen und bestochen, mit einem leckeren Essen, das seine Frau gekocht hat, auch mal wieder etwas in unserem Blog zu schreiben. Sein Hang zur Misanthropie ist landauf, landab bekannt und berüchtigt. Während aber zumindest er ein Restaurant oder Kaffee erst verlässt, wenn zwei oder drei weitere Gäste den Laden betreten, gehe ich gar nicht erst hinein. Das war schon immer so.

Schöne Neue Welt!

Ich find´s ja putzig. Das einzige andere soziale Netzwerk, das ich ernsthaft (eigentlich mehr zum Vergnügen) betreibe, nennt sich Instagram. Schon mal gehört? Sicherlich. Es ist die Plattform, die nicht nur ständig anfragt, ob man seine Kontakte nicht mit Facebook und dem Handy abgleichen will, sondern in erster Line der Account, auf dem die Menschheit den Augenblick einfrieren lässt und ihn mit der schnöden Welt teilt.

Tag sieben, den ich auf der Autobahn verbringe:

Am frühen Morgen, die Sonne ist noch nicht aufgegangen, sitzten der Vierbeiner und sein Dosenöffner, also ich, im Auto und brausen über die Autobahn. Eigentlich schleichen wir von Stau zu Stau. Irgendwer hat vergessen, allen anderen Autofahrern mitzuteilen, dass ich heute gerne freie Fahrt hätte. Es ist nicht so, dass ich auf der Flucht wäre, ich fahre nur gegen die Zeit, beziehungsweise, gegen die kleine Fähre, die uns an der Nordsee vom Festland auf die Insel bringen wird. Mit einem Mal durchzuckt mich der Gedanke, dass meine Frau mich analog einem Strafgefangenen in den dreißiger Jahren in San Franzisko nach Alcatraz, gezielt auf eine Insel geschickt hat, damit die Möglichkeiten zur Flucht minimiert sind. Ich wische den Geistesblitz aus meinen Gedanken, aber so richtig will er nicht verschwinden.

Grüne Hölle Erina

(Endlose Redaktionssitzungen später. Die Kaffeevorräte der Welt sind aufgebraucht. Es droht eine Kaffelution! Ascher quellen über, Morde wurden angedroht und begangen, aber die Geschichte geht weiter.) ... und Clubhäuser. Hingeworfen von einem komplett irren Landschaftsgärtner, der aus Zeitmangel, seiner wahren Berufung, der Austilgung von Brandflecken unter Kneipentischen, nicht nachkommen kann. Wie in einer Kleingartenkolonie achten die Bewohner auf die strikte Einhaltung der Grundstücksgrenzen. Vergehen werden mit Vereinsausschluss unnachgiebig geahndet. So kam es auch, dass eine Vielzahl der Grasen, ausgestoßen aus der Gemeinschaft, heimatlos durch das Universum irrt, auf der Suche nach einer neuen Rasenfläche. In der Hoffnung, einen stillen Platz zu finden, in der Baumäste unbehelligt über