Ich behaupte das jetzt einfach mal so!

Bis zum Stehkragen angefüllt, mit all dem Wahnsinn, dem unsere Generation durch die Einführung des Fernsehens, besonders durch die Werbung, ausgesetzt worden ist. Und ich spreche dabei noch nicht einmal von den Privaten. Die kamen erst zu einer Zeit auf, als man, ich, wir, aus der Prägungsphase schon lange raus waren und uns um Ausbildung und Beruf kümmern mussten.

Klägliche Fortschritte für das Seelenheil des gegängelten Autorenlebens

Hund und Mensch nutzen die Möglichkeit, die aufgestaute Energie, vor allem die des Vierbeiners, er ist noch jung und überbordend, wenigstens in Teilen wieder abzubauen. Wir wandeln über den Meeresboden, entlang der ewigen Grenze der Gezeiten. Die Fellnase springt, in Freiheit entlassen, freudig zwischen all dem angespülten Strandgut. Bald schnüffelt er an einem abgerissenen Bündel Algen, um sofort danach den Kadaver eines armen toten Seevogels, der den Wintersturm nicht überstand, zu untersuchen. Letzteres scheitert an dem kläglichen Versuch des Dosenöffners, eine etwaige Wälzaktion zu unterbinden. Die, in allen Grauschattierungen gefärbten Wolken treiben träge über den winterlichen Himmel.

Buchmesse Leipzig

von Caterina di Montebasso Gestern, am Sonntag dem 18.03.2018, war ich das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse. Unser verehrtester Dealer hat uns gedungen, ihn zu begleiten. Ich weiß gar nicht mehr womit. Offenbar gingen Folter und Gehirnwäsche so tief, dass wir ihm kommentarlos nachgefolgt sind. Ich könnte mich jetzt seitenweise über die Unbill der Deutschen Bahn auslassen. Ausgesetzte Züge, Verspätungen, unverständliche Durchsagen, die sich anhören, als kämen sie aus einer anderen Dimension. Das Chaos hielt fröhlich Einzug wegen Wintereinbruch mitten im Winter. Gab es einen Brennpunkt? Keine Ahnung, aber wenn nicht, war es auch keine Kriese. Wir beide, Thomas und ich, haben unseren Lebensmittelpunkt in Berlin. Da war es recht schattig und windig. Eigentlich ein Wetter für lange Unterhosen und die Mütze mit dicker Jacke und Handschuhen. Dieser Dresscode ist auf einer Messe, man kraucht den ganzen Tag durch geheizte Hallen, eher die zweite, wenn nicht sogar die dritte Wahl. Man kleidet sich also praktisch und eher frühlingshaft. Hin- und Rückfahrt sollen im Zug stattfinden, da sollte es auch leidlich klimatisiert sein.

Kälte und der Friseur

Im Grunde weiß ich gar nicht, was ich heute schreiben soll. Die Nachrichten geben auch nix her. Nur Leid und Tod, nur wüste Beschimpfungen und gegenseitiges Herunterputzen. Das ist auf Dauer enervierend und zieht einen nur runter. Ich könnte darüber berichten, wie der kleine Hund mich beinah erwürgt hat, das wäre spaßig. Ich spreche nicht vom Italo Lappen, denn wir werden von zwei Hunden besessen, dem Großen und ner kleinen, süßen Motte. Ein Dackel-Terrier-Spitz-Mix.

Blu-ray kaputt?

Blu-ray kaputt? von Caterina di Montebasso und Thomas Günter Unser Buchdealer findet Alles toll, was wir beide so schreiben und zu Papier bringen. Das muss er auch, sonst kauften wir keine Pamphlete mehr in seinem schnuckeligen Laden. Der Link zu seinem, in Berlin, wenn nicht auf der ganzen weiten Welt, der Föderation, dem klingonischen Imperium, Dem Imperium, dem Zylonenreich und der galaktischen Republik, einzigartigen, wunderbaren Geschäft, finden sie unter dem Begriff Dealer. Aber wenn ein kleiner Hund und ein dicker Bauch den Laden betreten, dann werden die Ausdehnungen von Zeit und Raum gesprengt. Leider! Die Bücherstapel beginnen bedrohlich zu schwanken, der Leim, der das gesamte Universum verklebt, droht aufzureißen und ein weiterer Kunde könnte das Geschäft nurmehr betreten, wenn er sich auf zwei Dimensionen zusammenfaltete.

Pilotfilm

Rentnerbank

Von Einem der auszog und sein Leben umkrempelte. Ich bin jetzt dreiundfünfzig Jahre alt, glücklich verheiratet, die Kinder sind aus dem Gröbsten heraus und stehen auf eigenen Beinen. Es stellt sich die Frage, was tun mit meinem Leben? Den Begriff Midlife-Crisis weise ich weit von mir, denn schon lange schlummert der Gedanke in meinem Kopf, dass eine Sache in meinem Leben grundsätzlich falsch gelaufen ist. Als Kind des Berliner Bildungsbürgertums, geboren in den sechziger Jahren, die Eltern beeinflusst und erschreckt durch die Studentenunruhen, hat man etwas Ordentliches, etwas Reelles zu erlernen und zu studieren. Flausen wie Kreativität wurden, wenn überhaupt akzeptiert, verbissen in Bahnen gelenkt und kanalisiert, so dass ein gebührender und ehrbarer Beruf dabei herausspränge. Schon als Kind habe ich mir, noch bevor ich schreiben konnte, Geschichten ausgedacht und vor allem erzählt.

Nostalgie

KAD, Kapitän, Admiral und Diplomat von Opel, Ford Capri, das Modell P7 als 17 m und 20 m, womöglich in Coupé Form, beziehungsweise damals, der Platzhirsch, Mercedes-Benz 300 SEL 6.3, im Renntrimm »Rote Sau« betitelt.

Messina, Messi oder Messias

  von Caterina di Montebasso Vor einiger Zeit las ich, ich weiß nicht mehr, ob es in einem Buch, einer Zeitung oder einer Zeitschrift war, den Satz: ... und die Jünger folgten ihm messianisch ... Nun ist dieser Text schon inhaltlich falsch, wer ist den nun der Messias? ... und die Jünger folgten ihm messinaisch…

Warum ich kein Facebook habe

  von Thomas Günter Warum ich keine Facebook habe. Oder wie ein Freund von mir es nennt: Fratzenbuch. Ich bin ja erst seit ein paar Tagen so richtig online. Also nicht nur Wikipedia, Überweisungen und auf Technikshops Bilder kucken, sondern so richtig. Instagram und co. Ich habe mich dem immer bisher immer verweigert, will ich…

Kitchen Impossible

  von Thomas Günter Wir, meine geliebte Ehefrau, die beste Ehefrau von allen, und ich sind verfressen. Sehr! Wir kochen, das heißt, sie kocht, ich bin meist für den Abwasch zuständig oder wenn es um Kurzgebratenes und Fisch geht. Meine Frau liebt Kochsendungen, das Problem dabei ist, wir haben keinen Fernseher mehr. Das stört uns…