Tag 809 meines Privattierdaseins …

Treffen sich zwei Planeten, sagt der eine zum anderen »O Gott, ich hab homo sapiens.« Antwortet der andere »Halb so wild, hatte ich auch mal, geht von alleine wieder weg.« , werden sie bewundernd zu mir aufschauen und ehrfurchtsvoll flüstern, so wie Goethe im Jahre des Herren 1808 zu Napoleon sagte, als sie sich das erste Mal trafen: Voilà un homme!

Tag 762, an dem ich noch immer hinter das Geheimnis kommen möchte

Allein, die Tatsache, dass ich des Morgens, wenn mich nach der Hunderunde die labende Stille der heimischen Trutzburg umfängt und ich in tiefe Studien eintauchen könnte, gelingt es mir noch immer nicht, zu genießen, wozu ich einst aufgebrochen bin, es zu genießen. Eher laufe ich wie der Taz Devil, sie wissen schon das putzige, sich ewig um sich selbst drehende und dabei alles fressende Kerlchen aus den Warner-Trickfilmstudios, auf Speed durch die eigenen vier Wände auf der Suche nach einer vermeintlich sinnentleerten Betätigung. Nehmen wir die Hausarbeit dabei mal außen vor. Nicht dass sie sinnlos wäre, da sei der große Sonstwasnoch vor, aber das Gefühl, die Freiheit zu genießen stellt sich noch immer nicht ein.

Immer wieder Sonntags

(Warnung! Kann Spuren von unbezahlter Werbung enthalten. Diese sind weder gewollt, noch erwünscht, geschweige denn pekunjär vergütet. Zum besseren Verständnis, besonders für die Abmahnlegastheniker, aber unvermeidlich.) Sonntag Morgen. Die Nacht war fürchterlich. Nicht nur die Wärme, die tropische Hitze, macht Hund und Mensch zu schaffen. Der Schweiß rinnt in Bächen, in Strömen, wie nach einem Deichbruch, den geschundenen Körper herunter. Alles klebt, die Pumpe jagt und der Geist ist bei diesen Temperaturen zu nichts, außer dem Drücken der verklebten Tasten der Fernbedienung des Blu-Ray Players fähig.

Ave Cäsar, die Todgeglaubten melden sich!

Ave Cäsar, die Todgeglaubten melden sich! von Caterina die Montebasso und Thomas Günter Wir haben uns ja jetzt eine ganze Weile nicht gemeldet. Das Ganze begann mit der merkwürdigen DgSVOKWLUBBM usw. usw. Diesem Monster der digitalen Schutzzone. Dieser Krake, die uns Alle vor dem bösen, bösen Internet bewahren soll. Tagelang haben wir an den Texten gefeilt, gewartet, dass die diversen Anbieter ihre Seiten, ihre Internetauftritte tunen, so wie einen Manta in den guten 80gern, uns selber vom Netz ferngehalten, um ja nicht in die Fänge der dunklen Mächte zu geraten. Was hat uns das jetzt gebracht? Ich denke gar nichts! Die, die es eigentlich einbremsen sollte, die Datensammlungsmaschinen von den Herren Bezos, Zuckerberg, den namenlosen Geldschefflern von Google, Herrn Gates, Steve Jobs (ach ne, der hat sich ja in eleganter Art und Weise aus dem ganzen Krempel vorzeitig verabschiedet)und wie sie alle heißen, die interessiert es gar nicht. Die Kleinen, die Blogger, Vereine, Kita´s. etc, das sind die, die leiden.

Realitäten

von Thomas Günter ... Und während ich meine Hausarbeit erledigte, meine geliebte Ehefrau mahnte mich dazu an, schließlich sei ich ja jetzt den ganzen Tag zu Hause, da könnte ich nach der anfänglichen Euphorie auch mal was beisteuern, kam mir folgender kleiner Gedanke. Eigentlich weiß ich das schon lange, aber erst in diesem Augenblick entspann sich der Text dazu vor meinem geistigen Auge. Science Fiction Autoren werden, ob ihrer Visionen, oftmals verlacht. Hirngespinste werden ihnen nachgesagt, sie suchten ihr Heil in der Zukunft, die bestimmt nicht so rosig wäre, wie sie es beschrieben. Diese Schriftsteller haben jedoch eine treue Leserschaft, die jedes ihrer zu Papier gebrachten Worte aufsaugt und verinnerlicht, wie ein Kommunist das marxistische Manifest.