von Thomas Günter

Liebes Tagebuch, nun ist es ja so, dass ich zuweilen die eine oder andere von Dritten verfasste Zeile binokular den noch nicht digitalisierten Speichern meines grauen Eiweißklumpens hinzufüge. Ebenso verweile ich allenthalben vor einem Wischebummensdingens, durchstöbere entnervt den immer gleichen Angebotsverdruss der Streamingdienste und stoße dann, vollkommen unverhofft, auf die filmische Adaptation eines hanebüchenen Themas.

So auch am gestrigen Abend, während ich, nachdem der Italolappen eine erhöhte Bequemlichkeitsposition eingenommen hatte, also lokal und nicht metaphorisch gesprochen, natürlich die Position betreffend und nicht irgendetwas Diverses, auf dem Sofa vegetierend, er neben mir ungerechtfertigterweise mehr Raum einnahm, als mir zustände, an einer Dokumentation aus dem vergangenen Jahr fasziniert, wie als Betrachter bei einem schweren Verkehrsunfall, hängen blieb. Hier selbstverständlich metaphorisch ausgedrückt, ich baumelte schließlich nicht über dem tiefen unwirtlichen Abgrund zwischen Sitzfläche und Couchtischkante.

Ich gebe zu, schon nach wenigen Augenblicken sank ich beiseite, bettete mein müdes Haupt auf dem Schinken des Köters und wir beide verfielen in trauter Eintracht einem vorbettlichen Frühabendtiefschlaf. So richtig mit Schnarchen, Grunzen und Irritationen der sich entfernt, in anderem Raum aufhaltenden geliebten Ehefrau, dem besten Weib von allen (erst ihr genervtes: Schläfst Du etwa, riss uns beide, die Töle und mich, zurück ins kalte weil grausame Hier und Jetzt).

Doch der Effekt, ob der besagten ganz wahrheitsgemäßen Befragung von, nennen wir sie in diesem Fall einmal ganz unverblümt, extrem freie Geister, stellte sich in einer unglaublichen Epiphanie dar. Gleich einem Tsunami der Erkenntnis, größer und mächtiger als die japonesische Welle, die als Entscheidungshilfe in weiser Voraussicht einzelner zur zukünftigen Energiemangelversorgung in Mitteleuropa führen werden wird, traf mich die Erkenntnis. Endlich, nach so vielen Jahrhunderten, fügten sich die Teile, gleich der zunächst unüberschaubaren Zahl von Fragmenten, wenn die Tüte endlich mit fahrigen Fingern aus dem Karton gerissen und zerfetzt wurde, wie das größte Puzzle aller Zeiten zusammen.

Die Entführungen, die Sichtungen, die Kontaktaufnahmen erster, zweiter, dritter und jedweder weiteren Art, die Verhüllungen und Verschleierungen, die geschwärzten Akten und Meldungen treten in schon einer die Augen schmerzhaft zusammenkneifender Art und Weise in das grelle Tageslicht der unleugbaren Offenbarung.

Das die Regierungen der Welt uns, den Homo stultus seit Jahrmillionen deswegen belügen und betrügen, uns im Unklaren lassen und durch andauernde Falschmeldungen und Fake News in Unwissenheit und Leichtgläubigkeit sehend ins Verderben führen, ist mittlerweile hinlänglich bewiesen. Sind sie doch Teil der unglaubwürdigen Vertuschungskampagne. Sie, die perfiden Initiatoren, haben ihren Cäsar, den Großen, den Göttlichen, den Einen, gelesen und wahrlich verinnerlicht. Sie haben nicht nur Jahre damit verbracht, mühselig durch seine Texte endlich den Ablativus absolutus grammatikalisch zu verstehen und zu erkennen, nein, sie haben das Gewaltige seines Werkes begriffen und verinnerlicht. Das »teile und herrsche« das »Zuckerbrot und Peitsche« mit dem Er, der Eroberer Galliens, nachdem, bevor, drum herum und hintendrein, der Rubikon überschritten war und der Weg in die Kaiserzeit geöffnet wurde, um endlich einem rothaarigen Lyraspieler vor den brennenden Kulissen einer Filmstadt die passende Bühne bieten zu können, eine Gebrauchsanweisung zur Eroberung eines Landes, eines Kontinents, ja einer gesamten Welt schriftlich, in einer leichter verständlichen Art und Weise als die voluminösen Beihefte eines Videorekorders aus den 80ern des vergangenen Millenniums es jemals gekonnt hätten, niedergelegt hatte, wurde wahrlich trefflich umgesetzt.

All die Maßnahmen, unter denen wir als Volk, als Menschheit in ihrer Gesamtheit, derzeit zu leiden haben, führen nur auf ein einziges Ziel hin. Ein Plan, so groß, so wenig plausibel und dennoch um so wahrer, dass er, zumindest bei kleinen Geistern, nicht im Ansatz in das Bewusstsein dieses merkwürdigen haarlosen Primaten einzudringen vermag.

Nur ich, der böse, alte, weiße, heterosexuelle und heteropneumatische Mann, der Autor, das Privattier, Ergründer erkläglicher Erkenntnisse, der wahrhaft erleuchtete Erkenner erbarmungsloser Ergebnisse erfasse die Unsagbarkeit dieses Vorhabens in seiner gesamten Gewaltigkeit.

Es liegt ganz offen auf der Hand, quasi wie die Bratwurst auf dem Teller, wobei hier die Frage aufploppt, ob in diesen »Woken« Zeiten noch ein ebensolches Nahrungsmittel in einem international veröffentlichten Text überhaupt Erwähnung finden darf, aber das nur nebenbei, dass der Maßnahmenkatalog, der geschaffen wurde um die Pandemie in den Griff zu bekommen, wie uns tagein tagaus von den Medien und den Regierungen weltweit wie mit einer Gebetsmühle in das Bewusstsein gehämmert wird, in Wahrheit ein ganz anderes Ziel bedienen soll.

Warum dürfen, warum sollen wir nicht mehr zu nachtschlafender Zeit, und wenn dann nur im Ausnahmefall und natürlich nur alleine, um jedweder Wehrhaftigkeit beraubt zu sein, auf den Straßen und Plätzen dieses unseres Landes fußläufig die frische Luft genießen? Die Menschen draußen in Stadt und Land, die sich bereits fürchten, überhaupt nur den Kopf aus dem Fenster zu strecken, können auf diese Weise die mannigfachen Aktivitäten in diesen düsteren Stunden nicht wahrnehmen. Denn in der Dunkelheit, nur erhellt vom Zwielicht der flackernden Straßenbeleuchtung, bewegen sich, die Vorbereitungen für die große Übernahme treffend, sinistere Gestalten auf den Wegen und Pfaden. Grau an der Haut, die Köpfe riesig, unbekleidet, klein an Wuchs, mit schwarzen, überdimensionalen Augen, die die Sehfähigkeit im Dunkeln erst ermöglicht. Aus diversen Filmen, Horrorvisionen und Zukunftserzählungen kennen wir diese Geschöpfe unter dem Namen: die Grey! All die Versuche, die seit dem Anbeginn der Zeit an uns durchgeführt werden, die Hybriden, die durch unmenschliche Studien in den Laboren gezeugt wurden, die genetischen Experimente, die an uns, wie an Ratten in einem Laborkäfig durchgeführt werden, haben ein einziges Ziel, die Eroberung unserer Welt und die Anpassung der Menschheit an das deswegen zu verändernde Klima.

Die Schlumpfung, mit dem korrekten Begriff ist in dieser Zeit sorgsam umzugehen, da sonst die Suchalgorithmen auf diese, meine Offenbarung aufmerksam werden, dient einzig und allein dem Zweck, die genetische Transformation hin zum willfährigen Arbeitssklaven und unerschöpflichen Nahrungsreservoir, weil sich selber vermehrend, abzuschließen.

Sie werden kommen, sie sind schon da, überwachen uns, habe die Herrschenden, das stellt das Zuckerbrot dar, mit ins Boot geholt, gaukelten ihnen, den Herrschenden, Machtzuwachs vor, und werden uns doch alle in ihr interstellares Reich eingliedern. Das ist der große Plan, der seit dem Urknall heimlich, in Hinterzimmern und düsteren Stuben vorbereitet wurde und nun zur Ausführung gelangt.

Und wenn schon nicht auf diese Weise, dann zumindest ähnlich, oder so.

In diesem Sinne. Schönen guten Abend.

Postskriptum: Dies stellt in Zukunft, für immerdar, die einzig noch gültige Wahrheit in diesem und alle anderen Universen zur Show. Hab ich irgendetwas, irgendeine meiner so ruchhaft gewünschten Formulierungen vergessen? Ich glaube nicht. Schaut und so werdet ihr auch sehen, in Analogie zu dem, was Tarkowski einst sagte.