von Thomas Günter

Ist Ihnen, ungeneigter Leserin (grammatikalistisch falschestens aber genderonisch korrektiv), eigentlich aufgefallen, nur wenn sie als HansguckindieLuft Ihr Dasein fristen, dass der Himmel, seit dem Anbeginn der Neuen Zeitrechnung, seitdem der internationale Tourismus, die Gier, kurz einen Tagestrip, ohne Star Trek Transporter, ans andere Ende der Welt zu absolvieren, absoff, um dort den gleichen unnützen Krempel, der in einer Nordkoreanischen Sonderindustriezone von blutenden Kinderhänden gefertigt wurde, mittels Einsatz eines globalen Zahlungsdienstanbieters, zu erwerben, ein tieferes und intensiveres Blau aufweist?
Offenbar, und das stellt einen durchaus gewagten, bisher durch keinerlei empirische Untersuchungen nachgewiesenen, Umstand, ausschließlich aus den eigenen Beobachtungen geborenen, dar.
Dennoch, und das stellt meine Betrachtungen tagtäglich vor neue Wunder, die es am Himmel zu schauen gibt, scheint die rapide Abnahme des internationalen Flugverkehrs, all der Touribomber, die Massen von Feier- und Vergnügungssüchten für einen unbedeutenden Moment ihrer sinnfreien Leben, in die Partymeilen dieser Welt transportieren, auch einen Beitrag dazu mitzutragen, besser herauszunehmen, dass die andauernde Überflutung der niederen Atmosphärenschichten eine geringere Belastung erfahren.

Deutschem Spraches, schönes Sprachen.

Mann, Autor, Privattier, Schreiberling ist nur angehalten, all die Einschübe, Nebensätze und Zusatzaussagen mit einer ausreichenden Anzahl erklärender Verben zu versehen, um den Inhalt weiter zu verwirbeln und den Kontext nicht zu klar erscheinen zu lassen.
Bisher stellt dieser Sommer, trotz all seiner Unbill, Einschränkungen, hypertropher und hysterischer Diskussionen, Dispute und Auseinandersetzungen, weltweit, wenigstens in der Hauptstadt, meiner Heimat, eine recht angenehme Jahreszeit dar. Nicht zu warm, für unsereins sehr wichtig, nicht zu kalt, eine eher zu vernachlässigende Tatsache, es regnet hin und wieder, wenn auch nicht ganz in dem Maße, das es benötigte, um den, ohnehin durch mannigfaltige Großbaustellen verdrängten Grundwasserspiegel in dem Level zu halten, der wünschenswert wäre, aber trotzdem ausreichend, die Pflanzen, das Grün der Büsche, die Bäume, die in der gesamten Stadt die Straßen und Fußgängerwege zieren, nicht einen schrecklichen Trockentod erleiden zu lassen.
Auch für die Köter, Tölen, Hunde, Fellnasen, Vierbeiner, die andauernden Begleiter des Privattiers, bei meinen regelmäßig stattfindenden Ausflügen in die wilde, ungezügelte Natur, stellt dieses Temperaturniveau eine wahrlich gnädige Alternative zu einer alles versengenden Sommerhitze, einer großstädtischen Schwüle, glühenden Asphalt und brennender Helligkeit dar.

Damit schließt sich der Kreis der Berichterstattung

wie die vollständige Kreisbewegung unserer Galaxis, die immerhin 240 Millionen Jahre benötigt, um die grundsätzliche Ansammlung aller relevanten Atomstruktur wieder in Deckung zu bringen.
Mein über alles geliebtes Weib, meine Ehefrau, die beste Ehefrau von allen (eine Tatsache, die in meinen Augen noch nicht ausführlich dargelegt worden war) ist jedoch der absoluten und unbedingten Meinung, dass: (hier folgt nun ein Originalzitat, das nur in dieser Form für die Nachwelt darbringbar sein wird) Der Esel ist jetzt totgeritten. Sie bezieht sich dabei auf die Art und Weise, in der ich in der Lage bin, die Gesetze der Grammatik so zu verbiegen, als hätte ich eine neuartige Art des Reisens zwischen den Sternen, ja den Galaxien, erfunden und entdeckt, um Inhalte zu transportieren und unkenntlich erscheinen zu lassen.

Ist’s damit genug der wilden Narretei?

Mit Brudertöchtern.

Schließlich habe ich bereits den mehr als mutigen Schritt, vor geraumer Zeit, vielleicht waren es auch nur einige Tage, nach hinten vollzogen, den genialen ebenso wie generösen Trick meiner kleinen absurden Texte und Auslassungen zu offenbaren.
Im Gegensatz zu den weiter oben in diesem Text bereits liebevoll erwähnten felltragenden Vertebraten, die mich, als Zweibein, Rudelführer und Dosenöffner, zur Zeit eher skeptisch ablehnend betrachten. Zumindest zeitweise. Diese Tatsache ist dem Umstand geschuldet, dass die routinemäßigen Exkursionen ins Aussickerareal derweil, durch kurzfristig anberaumte Wägbarkeiten, mit dem, im Familienbesitz befindlichen Fahrzeug, Vehikel, die Urform des Zerknalltreiblings, italienischer Manufaktur entsprungen, abgehalten werden.
Es handelt sich hierbei um ein klassisches Dreirad, eine Ape, benannt nach den fleißigen Bienen, ich verweise an dieser Stelle des Textverlaufes gerne noch einmal auf eines der vorhergehenden Elaborate, die im Land, in dem die Zitronenbäume blühen, in unüberschaubarer Menge umherwuseln, um Ware, Baumaterial und allerlei zu transportierender Mobilien, die von A nach B, gerne mit einem Umweg über C und D, auf ihrer Ladefläche lagern.
Um es kurz zu machen, ich weiß, dass die Spannung kaummehr auszuhalten sein muss, sie, die Hunde, jene sonst so gleichmütigen Genießer ihrer eigenen Zeitspanne, empfinden eine unaussprechliche Abscheu, in der winzigen Fahrerkabine zu hocken, dem Rengdengdengdengdeng des Zweitaktmotors zu lauschen und schaukelnd und scheppernd gemütlich ihrem Ziel, dem Freilaufareal, ich weiß, Sie erwarteten begierig eine weitere kuriose Allegorie, entgegen zurollen.
Die Vibrationen, die sie, ja auch der Italolappen, der doch im Grunde, ob seiner Herkunft aus dem Land, das die Pasta als Weltgericht zu wahrer Perfektion geführt hat, Zweitakter-, Ape-, Vespa-, Piaggioduft im Blut haben müsste, mir, ihrem Ernährer, Beschützer und Dauerohrenkrauler in diesen Momenten, da sie die Gunst erfahren dürften, den zweiten Platz auf der allzu eng bemessenen Sitzbank, zumindest für das durchschnittliche nordeuropäische Gesäß, mit Beschlag zu belegen, entgegenschmeißen, lassen eine äußerst beredte Sprache verlautbaren.
Ihre Ausführungen gingen, ob ihrer Heftigkeit und Ausdrucksstärke, die alles bisher dagewesene an Beleidigungen, die normalerweise dem schlimmsten und ärgsten Erbfeinde entgegengeschleudert werden, weit über das Maß des hier Wiedergebbaren hinaus.
Im Gegensatz dazu stellt der Film: Der Tanz der Teufel, eine wahre Kindergartenveranstaltung während eines ausgiebigen Mittagsschlafs zur Schau.
Und dieses Beispiel veranschaulicht nicht mal im Mindesten den wahren Gedanken- und Ablehnungssturm der mir, als Fahrer, Lenker, Connaisseur dieses Vehikels entgegen säuselt.

Denn, im unbedingten Gegensatz zu manch anderem Bewohner meiner Heimstatt,

zaubert mir das Rengdengdengdengdeng des kleinen Gefährts ein selig debiles Lächeln in die Physiognomie. Stellt es doch, jedes Mal aufs Neue, eine Wiederentdeckung der absoluten Langsamkeit dar, wenn ich mit 45 – 50 Stundenkilometern, meistens nur mit etwas mehr als 30 km/h, von Ampelphase zu Ampelphase hüpfend, dabei immer einen der klassischen italienischen Sommerhits aus dem Radio im Ohr habend, gemütlich durch die sommerliche, immer noch viel zu volle Hauptstadt, gondele.
Eng damit verbunden stellt sich dem so die Straßen der Stadt genießenden, eine weitere essentielle Frage. Die nach der Sinnhaftigkeit eines überdimensionierten Autos, oder anders formuliert, wie viel Auto benötigt man tatsächlich. Steht es doch, das teuer erworbene Fahrzeug, das bereits in diesem einen winzigen Augenblick, wenn es die Schwelle, das Tor des veräußernden Händlers überrollt hat, 25% Wertverlust erfährt, ohne dass es mehr als zwanzig- 25 Meter bewegt worden wäre, mehr als 90% des Tages und 100% der Nacht alleine, still vor sich hin alternd, an ein und demselben Fleck.
Dazwischen wird es, ohne das der Motor warmgefahren wird, um die Ecke, die morgendlichen Schrippen holend, vielleicht noch eine geringe Strecke von wenigen tausend Metern zum Ort des Broterwerbs gerollt, und das alles in einem Berg von Blech, Kunststoff, Verbundwerkstoffen und ein wenig Teppich und vielleicht Leder, die weder nachhaltig produziert wurden, noch in irgendeinerweise die Anschaffung rechtfertigen, die die Differenz zwischen tatsächlichem Gebrauchswert und Preis zu rechtfertigen vermag.
Doch das sollte, muss ein Jeder für sich selber entscheiden, ob ihm die unwürdige zur Schaustellung damit nicht mehr vorhandener liquider Mittel, oder die rein pragmatische und praktikable Bewegung von A nach B, gerne mit einem Umweg über C und D opportuner und damit relevanter erscheinen mag.

Und ja ich gebe es zu, solch wehrzersetzende Gedankengänge hege ich erst, seitdem ich zu einem Privattier mutierte, und mich selber nicht mehr in der Verpflichtung sehe, sooft wie nur irgendmöglich aus dem Alltagswahnsinn an die Nordsee zu entfleuchen.