von Caterina di Montebasso und Thomas Günter

Für die Faulen, am Ende befindet sich die Audiodatei!

Panta rhei, πάντα ῥεῖ, alles fließt. Dieser, so treffende Ausspruch wird dem griechischen Philosophen Heraklit zugesprochen. Alles befindet sich in einem ständigen Wandel, in einer immerwährenden Bewegung.
Andauernd vergehen liebgewonnene Begebenheiten, doch neue gesellen sich ständig dazu und füllen die Lücken.

Mal recht, mal schlecht.

Auch das Netz der Dinge befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Seiten verschwinden, Videos kommen dazu, Bilder werden gepostet, Texte, Hörbücher und Podcasts.
Weit mehr als die Hälfte der Menschheit befindet sich in einem andauernden Dialog mit dem Rest der Benutzer und User.
Nachrichten fliegen hin und her, die sozialen Netzwerke werden geflutet mit allerlei Mitteilungen aus unser aller täglich leben.
Meldungen, die von internationaler Relevanz sind, gehen, meist ungefiltert, ohne Unterlass rund um den Planeten und sorgen in ihrer Vielfalt für Verwirrung.
Kaum jemand ließt noch in aller Ruhe eine Zeitung, ein Buch oder schreibt einen Brief mit einem Füllfederhalter auf einem feinen Papier, versieht den Umschlag mit der Adresse und macht sich, auch bei Regen oder Sturm auf den Weg zum nächstgelegenen Briefkasten, um die verfassten Zeilen einem geliebten Menschen zukommen zu lassen.
Stattdessen wird eine E-Mail in die Tastatur gehauen, vielfach mit eine Unzahl Abkürzungen versehen, ASAP, as soon as possible, ist eine dieser beliebten Kürzel, um die Effizienz der elektronischen Post noch weiter zu steigern.

Die Bilder- und Informationsflut, die uns tagtäglich überrollt, füllt unser Bewusstsein bis zum Anschlag mit kaum mehr zu verarbeitenden Information.

Wer dem optischen Tsunami entgehen möchte, der steckt sich Kopfhörer in die Ohren und lässt sich berieseln von allerlei gesprochenem und gesungenem Text. Der User dudelt seine Playlist, lauscht der Interpretation eines gedanklichen Elaborat durch einen Schauspieler, ein Hörbuch, oder folgt den Erläuterungen eines präferierten Themas durch einen Podcast.

Letzteres ist uns, dem Autorenkollektiv von TGH-Bücher, noch nicht so in Fleisch und Blut über gegangen.

Wir müssen zugeben, dass, wir uns, wie schon einige Male beiläufig erwähnt, durchaus begabt anstellen, wenn es um den Umgang mit der Hardware geht. Doch all die Segnungen des Internets, die Verknüpfung und virale Verbreitung digitaler Inhalte, das Anmelden auf diversen Plattformen und ihre ausreichende Nutzung für die eigenen Bedürfnisse, liegt bedauernswerterweise nur im Grenzbereich unserer Kompetenzen. Ja sie stellt nicht mal einen Teil der gemeinsamen Schnittmenge dar, die dazu führen könnte, dass wir entsprechende Synergien zu bündeln in der Lage wären, um die entsprechenden Vorteile daraus zu ziehen.
Doch die Anbieter der wirklichen großen sozialen Netzwerke stecken in die Vereinfachung ihrer online Anwendungen einen ziemlichen Batzen Gehirnschmalz. Sie vereinfachen den Umgang mit ihren Benutzeroberflächen am laufenden Meter, fügen neue Möglichkeiten hinzu, vereinfachen das bereits existierende und fördern so gleichzeitig die immer weiter ansteigende Menge von Uploads.

Doch auch wir sind natürlich andauernd bemüht

unserer Leser- und Zuschauerschar einen kontinuierlichen Mehrwert in Form von weiterem Content zu liefern.
Nebenbei, diejenigen, die solch platte Weisheiten, die noch unterhalb der Sinnhaftigkeit der Kalendersprüche eines durchgeweichten Einhornalmanachs liegen, und sich dabei doch selber Influencer schimpfen, sind die, die den meisten Datenmüll erzeugen.
Dennoch, oder gerade deswegen, werden wir in Zukunft versucht sein, unsere geistigen Ausbrüche, die wir in schöner Regelmäßigkeit, wenn schon nicht mehr zu Papier, dann doch wenigstens auf einem Massenspeicher zu verewigen wissen, auch vertont an den Hörer beziehungsweise in dessen Ohren und damit in die verstaubten Windungen des limbischen Systems einzubringen, um das Gefühlsleben wieder in Wallung zu bringen.
Kürzer formuliert, Thomas spricht die Texte ein, wir wandeln sie in die wunderbare Abfallerfindung des Fraunhofer Instituts um, ein MP3, und werden es als Audiodatei unter den entsprechenden Blogbeiträgen zum Abspielen zur Verfügung stellen.
Ob des vermehrten Zeitaufwandes, besteht natürlich die unbedingte Möglichkeit, dass wir die gerade wieder aufgenommene Schlagzahl der fast täglichen Veröffentlichungen wieder werden zurückfahren müssen. Wir entschuldigen uns bereits im Vorfeld für diese, doch niemanden interessierende, Unannehmlichkeit vielmals.
Dennoch viel Spaß beim Hören.

Wir hoffen, dass wir ihnen damit die Wartezeit auf den nächsten Bus, in der Warteschlange an der Supermarktkasse oder in der Schlange am Counter des Elektronikhändlers mit dem angebissenen Obst angenehm verkürzen können.