von Caterina di Montebasso

Thomas hat mich gedungen und bestochen, mit einem leckeren Essen, das seine Frau gekocht hat, auch mal wieder etwas in unserem Blog zu schreiben.
Sein Hang zur Misanthropie ist landauf, landab bekannt und berüchtigt. Während aber zumindest er ein Restaurant oder Kaffee erst verlässt, wenn zwei oder drei weitere Gäste den Laden betreten, gehe ich gar nicht erst hinein. Das war schon immer so.

Als Kind habe ich bei meinem Onkel in der Sakristei gesessen und gelesen,

nur nicht am Sonntag, da waren dann zu viele Menschen.
Ich verbringe auch den Großteil des Tages vor meinen Computern auf der Suche nach einem neuen stellaren Ereignis. Da ich kaum jemanden persönlich kenne, bin ich auch nicht in sozialen Netzwerken unterwegs.
Und holten er und seine Frau mich nicht allenthalben aus meiner Wohnung … Warum ich dann in der Altenpflege gearbeitet habe? Und in der Gastro? Ich hatte gehofft, dass dadurch meine Ängste im Umgang mit Menschen abnähmen. Außerdem war ich jung und brauchte das Geld!

Nein, ich bin nicht wie Dr. Dr. Sheldon Cooper. Ich habe keinen Doktortitel und mein Kissen hat eine andere Farbe.

Glücklicherweise bedient er auch unseren Instagramaccount. Ich hätte nie den Mut mit einem Fotoapparat durch die Straßen zu laufen und einfach so den Auslöser zu bedienen. Thomas macht das einfach. Wobei, vielleicht ist ihnen aufgefallen, dass er niemals Menschen fotografiert, nur den Himmel oder Gebäude.

Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Berlin am Fehrbelliner Platz

Und wenn ich man die Fotos derjenigen anschaue, denen wir so folgen, dann bemerke ich, dass er nur selten einmal einem Bildchen seine Zustimmung zukommen lässt die das Konterfei einer Person ziert.
Noch schlimmer wäre es, wenn er auf die rasante Idee käme, mich abzulichten. Da überkäm mich doch eine große Sorge, dass aus der entstehenden Panik heraus, einfach die Linsen aus dem Objektiv fielen und der Verschluss der Kamera, geräuschvoll seinen Geist aufgäbe.

Olympus OM 2
Olympus OM2, Analoge SLR

Leider habe ich im Moment keinen Film gesehen, über den ich schreiben könnte. Und »per Anhalter durch die Galaxis« ist oft genug rezensiert worden, so dass ich nur Wiederholungen von Wiederholungen von Wiederholungen wiedergeben könnte. Man liebt oder man hasst es.
Filme habe ich schon gesehen, aber keinen, der einer Erwähnung bedürfte, eher so dummdidumm. Man schaut, geht in die Küche, schmiert sich ne Stulle. Meine Mutter schlüge die Hände über dem Kopf zusammen über diese deutsche Unsitte, einfach eine Scheibe Brot mit Butter zu beschmieren, sie hätte Mortadella, Provolone, eine vernünftige Salami, und etwas Salat, damit die Gesundheit nicht zu kurz kommt, dazu gereicht.
Meine Nonna hätte mal eben, aus dem Nichts, einen Teller Pasta gezaubert.
Ich habe mir angewöhnt, eine Butterstulle zu essen.
Dann schaut man den Film weiter und stellt fest, dass obgleich ich zwanzig Minuten in der Küche verbrachte, nichts verpasst habe.

So nun habe ich etwas geschrieben, die liebe Seele hat Ruhe, ich Suche weiter nach den Sternen und denke mir Geschichten aus, die ich schreibe und Euch hoffentlich gefallen.