von Caterina di Montebasso

Hurra, meine neue Kurzgeschichte „Realitäten“ ist endlich online. Obwohl ich dieses Mal den Eindruck hatte, jeder Buchstabe würde einzeln von DHL ausgeliefert werden. In der Regel dauert es keine 24 Stunden, bis mein Werk online ist, doch dieses Mal hat es über eine Woche gedauert.

Titelbild Realitäten

von Thomas Günter

… Und während ich meine Hausarbeit erledigte, meine geliebte Ehefrau mahnte mich dazu an, schließlich sei ich ja jetzt den ganzen Tag zu Hause, da könnte ich nach der anfänglichen Euphorie auch mal was beisteuern, kam mir folgender kleiner Gedanke. Eigentlich weiß ich das schon lange, aber erst in diesem Augenblick entspann sich der Text dazu vor meinem geistigen Auge.
Science Fiction Autoren werden, ob ihrer Visionen, oftmals verlacht. Hirngespinste werden ihnen nachgesagt, sie suchten ihr Heil in der Zukunft, die bestimmt nicht so rosig wäre, wie sie es beschrieben.
Diese Schriftsteller haben jedoch eine treue Leserschaft, die jedes ihrer zu Papier gebrachten Worte aufsaugt und verinnerlicht, wie ein Kommunist das marxistische Manifest.

Die Nerds. Ebenso verlacht, wie in der Schulzeit gequält und gedemütigt.

Sie waren und sind nur selten sportlich, bekommen nie ein Mädel für den Schulball ab, was auch an den Star Wars T-Shirts liegt, die trage ich, mit großem Stolz, noch heute und blieben meist Außenseiter.
Doch sie sind es, die die Visionen ihrer Helden in die Tat umsetzten. Gäbe es diese Gruppe nicht, wir hätten keine berührungssensitiven Bildschirme. Denn die Nerds wollten die gleiche Technik besitzen wie die Besatzung der Enterprise. Schon zu Kirks Zeiten gab es ein Tablett, auf das er seine Unterschrift setzen konnte. Die »Sonderlinge« wollten es, also haben sie es entwickelt.
Erst seit ein paar Jahren wird dieser Gruppe endlich die Aufmerksamkeit zu Teil, die ihnen gebührt. Diejenigen, die es ermöglichen, dass wir Elektroautos, Smartphones, das Internet, Flachbildschirme und intelligente Küchenmaschinen haben.

Ich spreche von TBBT, The Big Bang Theorie. Leonard, Howard, Sheldon und Raj,

sind die Archetypen, die unserer Gesellschaft diese Errungenschaften erst ermöglichen. Sie sind die Gruppe, die Visionen wahr werden lassen, ohne Eigennutz.
Was ich damit sagen will? Vor allem, dass die Muskelprotze die das Internet nicht von Facebook unterscheiden können und denken Letzteres existierte seit über hundert Jahren (ja, solche Aussagen existieren in der Tat), also diejenigen, die sie für viele Jahre quälten und deren Hausaufgaben sie kopierten, sie verehren sollten.
Das ist jedoch eine Vision, die, so fürchte ich, niemals Realität werden wird. Aber man darf doch noch von fernen Welten träumen.

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