von Thomas Günter

Was bisher geschah: … Der Autor hat die Entscheidung getroffen, sein Leben umzukrempeln und sich der Schriftsteller Ei ;)) zu widmen. Er ist der festen Überzeugung, die Welt mit seinen geistigen Ergüssen belästigen und erfreuen zu müssen. Deswegen hat er unter anderem diesen Blog geschaffen …

So wuchs die Idee in mir, der Wunsch, langsam aber gewaltig,

mein Leben zu verändern. Raus aus der ewigen Tretmühle, selbstbestimmt und vor allem, mit einem freien Bewusstsein. Nicht mehr eingezwängt in die Regularien einer Tätigkeit, die mich nicht nur anödete, sondern sogar begann, meine Gesundheit negativ zu beeinflussen.
Von daher beschäftigte ich mich mit dem Thema Escapismus, ja mit einem C. Also nicht in seiner klassisch, psychiatrischen Bedeutung, da wird es mit K geschrieben und bedeutet ebenfalls Flucht, aber in irreale Welten unter Verkennung der Realität.
Also ein bisschen in der Art: Der HSV bleibt in der Bundesliga (Hier stirbt die Hoffnung zuletzt, denn in meinen Jahrgängen wünscht man sich Kevin Keegen, Horst Hrubesch und die Bananenflanken eines Manni Kaltz zurück). Soll der Dino wirklich bleiben? Ich weiß es nicht. Ich bin so zerrissen!

Mein Herz schlägt nur für meinen Heimatverein. Einmal Herthaner immer Herthaner!

Mehr im Sinne einer neuen Bewegung des Aussteigertums.

Ein weites Feld. Meist von Mitmenschen beschrieben und erdacht, die in Angestelltenverhältnissen vor sich hin vegetieren, und nur zu kündigen brauchen, möglichst nach einem Lottogewinn.
Aber als Selbständiger, mit einem relativ großen Betrieb, Mitarbeitern, Verpflichtungen, ist es nicht so unproblematisch, den Griffel einfach wegzulegen, Alles zu beenden und neu anzufangen. Es steckt ein Haufen Verwaltungsaufwand dahinter, außerdem muss man erst einmal einen Käufer für das Geschäft finden. In der heutigen Zeit kein simples Unterfangen.
Dazu kommt, wenn man ein gewisses Alter überschritten hat, fallen solche einschneidenden Entscheidungen zunehmend schwerer. Man wägt ab, nicht nur zwei Tage oder drei Minuten (Anders als in der Burgerbude wo sich die Frage stellt, mit Käse, Speck und Zwiebeln oder doch ohne. Softdrink, ja, nein, welcher?), ob der zukünftige Pfad der Richtige sein wird, ob es nicht doch nur eine vorübergehende Unzufriedenheit ist, ob und überhaupt …, vor allem, geht der geliebte Mensch diesen Weg mit.
Es folgten viele schlaflose Nächte und lange Gespräche mit meiner Frau (meist redete ich und ihre Antwort bestand hauptsächlich in einem kurzen: Mach es!), in denen ich mir immer wieder dieselbe Frage stellte, ist es tatsächlich das, was ich möchte. Und die Antwort lautete immer sofort, JA!
Und nun habe ich es getan, bin stolz darauf, bin glücklich darüber und meine Ehefrau, die beste Ehefrau von allen (Ephraim Kishon) meint, dass ich mich angenehm verändert hätte, der Mensch, in den sie sich einstmals verliebte, sei wieder zum Vorschein gekommen.

Ich weiß in den tiefschwarzen Abgründen meiner Seele,

im Abyss meines verdrehten Geistes, dass das Universum über den Zeitraum von fünfzehn Milliarden Jahren nur die eine Aufgabe hatte, zu wachsen und zu gedeihen, allein zu meiner Belustigung. Und wenn ich dereinst dieses irdische Jammertal verlassen werde, hört der ganze Krempel mit einem Mal auf zu existieren. Es wird zerplatzen wie die letzte Seifenblase auf einem schlechten Kindergeburtstag. Aus diesem Grund nehme ich mir die Freiheit heraus, durchaus politisch unkorrekt zu sein, Dinge, die mir nicht passen, beim Namen zu nennen und Formulierungen zu suchen und zu finden, die, gelinde gesagt, einem Mädchenpensionat die Schamesröte ins Gesicht treiben, oder dessen Leer- ach ne Lehrkörper. (Mann, Mann, Mann, hat dieses Satzmonster viele Kommata!)
Für mich spüre ich, mit der Zeit, eine große Langmut im Umgang mit meiner Umwelt. Geduldig stehe ich in der Warteschlange der Post oder einer Autowaschstraße, rege mich kaum noch über das hilflose Abzählen von Kleingeld auf, oder das Wünschen, Fordern, Zurücknehmen und Umformulieren von Begehrlichkeiten anderer Kaufwütiger an der Wursttheke meines Lieblingsfleischers.
Stück für Stück schaffe ich es, den Zeitdruck und die Anspannung aus meinem Leben zu entfernen. Aber ich muss noch viel, sehr viel üben, auch das Schreiben.
Und nun, viel Spaß beim Lesen meines Tagebuches.

(Auf Wunsch einer einzelnen Dame sind ausnahmsweise Kommentare zugelassen! gewöhnt Euch nicht daran!)  ;))

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